Die Völker des Orion-Sagittarius Gebietes

Im Orion-Sagittarius Gebiet unserer Galaxis leben derzeit 46 Spezies, die ein raumfahrendes Niveau erreicht haben und mehr oder minder an interstellaren Aktivitäten teilhaben. Weitere 170 Völker oder genetische Unterarten haben noch keine Raumfahrt entwickelt oder besiedeln nur das heimatliche Sonnensystem.

Es ist jedoch kein Geheimnis, dass die Katalogisierung der Völker noch lange nicht als abgeschlossen betrachtet werden kann. Angesichts der Milliarden Sterne, die innerhalb des Erfahrungshorizontes der Orion-Sagittarius-Kultur liegen, könnten noch Dutzende, wenn nicht Hunderte von Zivilisation ihrer Entdeckung harren.

Die in der oberen Auswahl genannten Völker sind die,

deren wirtschaftliche und soziale Einflüsse sowie militärische Kapazität den Bereich der Orion-Sagittarius-Kultur dominieren. Sie zählt man daher zu den wichtigsten Völkern in diesem Gebiet. Der galaktischen Fairness sei jedoch geschuldet, dass diese Einschätzung aus den Datenquellen eben dieser Kulturen stammt und das die Charakterisierung oder Einstufung aus anderem galaktischem Blickwinkel durchaus anders ausfallen mag.







Die Ekriden

Ekriden sind die mit Abstand volkreichste Spezies in der Orion-Sagittarius-Kultur. Außerdem sind sie der älteste Angehörige dieser Kultur. Ihre Geschichte ist sehr bewegt und von furchtbaren Katastrophen und versuchten Genoziden durchzogen, derer sie sich immer wieder erwehren mussten. Heutzutage erscheint es fast ein Wunder, wie stark die Ekriden geworden sind, nach solch herben Rückschlägen und Vertreibungen.

Das ekridische Volk teilt sich in fünf verschiedene Kasten, die in Wuchs und Körperbau erkennbar variieren. Diese körperlichen Ausprägungen machen sie oft zu Spezialisten auf ihrem Gebiet. Daher findet man Ekriden in nahezu allen Funktionen der modernen interstellaren Gesellschaft - als Händler, als Souts, als Netzer, als Piloten, ja sogar als Soldaten.

Das Volk der Ekriden betreibt die mächtigsten Megakonzerne wie Jayliniassad und Starcon, ein weiterer genetischer Zweig bildet sogar das Imperium. Sie sind jedoch diejenigen mit den geringsten expansiven Ambitionen. Die ekridischen Grundinteressen sind Kontinuität und Sicherheit. Typisch ekridische Charaktereigenschaften sind Zurückhaltung und Vorsicht, Willensstärke und Mut.

Größe: 1,5 m
Gewicht: 40 kg
Natürliche Lebensspanne: 300 Standardjahre


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Die Eridani

Die Eridani sind eine genetische Unterart der Menschen, die sich nach ihrem Exodus von Terra vor ca. 2.500 Standardjahren von den übrigen Menschen abgespalten haben. Seitdem haben sie sich mehrfach genetisch modifiziert und weisen deutliche Unterschiede zu den terranischen Menschen auf.

Die Eridani sind neben den Ekriden eine der Zivilisationen der Orion-Sagittarius-Kultur, die sich seit ihrem Beginn kontinuierlich weiterentwickelt haben und keinen zwischenzeitlichen Zusammenbruch erleben mussten. Folglich sind sie eine der weitest entwickelten Zivilisationen in diesem Gebiet überhaupt - viel weiter sogar noch, als die Ekriden.

Eridani bewohnen in der Regel ihre Wahlheimat Tao Eridianus, sind jedoch oft und in großen Gruppen wie allein unterwegs, die Orion-Sagittarius-Kultur zu bereisen. Eridani bekleiden eher soziologische, künstlerische und diplomatische Funktionen, weniger sind sie in technischen, am wenigsten in militärischen Bereichen zu finden. Die eridanischen Grundinteressen sind Stabilität, Wissenserweiterung und Sicherheit. Typische eridanische Charaktereigenschaften sind Selbstsicherheit, Neugier sowie Optimismus.

Größe: 1,6 m
Gewicht: 80 kg
Natürliche Lebensspanne: 250 Standardjahre


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Die Metamorphen

Metamorphe sind energetische Lebensformen, die eine materielle Struktur, einen physischen Körper simulieren. Ähnlich Mimikri im Tierreich, können sie dabei die Form eines jeden Gegenstandes oder Lebewesens annehmen, wobei die materiellen oder körperlichen Eigenschaften des simulierten Objektes nicht mit den Vorbildern übereinstimmen. In ungeformten Zustand gleichen sie eher einem kugelrunden, tiefschwarzem Kristall.

Metamorphe besitzen keine eigene Zivilisation, dazu sind sie viel zu wenige (man sagt, es gäbe von ihnen nur wenige Millionen). Sie scheinen diffus in das Gebiet der Orion-Sagittarius-Kultur eingewandert zu sein und scheinen nur wenig Neigung zu verspüren, sich mit ihresgleichen in Städten oder Communities zusammen zu tun.

Metamorphe halten sich für gewöhnlich an Orten auf, an denen es ungewöhnliche Strahlungsquellen oder Radioemissonen gibt, viele von ihnen reisen außenbords an Raumschiffen durch die Galaxis. Sie bekleiden selten überhaupt irgendwelche Funktionen, wenn aber doch sind sie weit gestreut in soziologischen und technischen Bereichen. Militärische Bereiche scheinen gemieden zu werden. Die metamorphen Grundinteressen sind Sicherheit und Wissenserweiterung. Ihre typischen Charaktereigenschaften Vorsicht, Neugier sowie eine gewisse Arroganz "materiellen Dingen" gegenüber.

Größe: 0,4 - 2,5 m
Gewicht: 45 kg
Natürliche Lebensspanne: unbekannt, möglicherweise unsterblich


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Die Minotauren

Minotauren sind zahlenmäßig ein eher unbedeutendes Volk, gehören jedoch durch historische Verflechtungen untrennbar zum Kulturenkreis des Orion-Sagittarius-Gebietes. Ihre Geschichte beginnt vor ca. 8.000 Standardjahren und hat seitdem mehrere Phasen einer interstellaren Zivilisation durchlaufen - Aufstieg, Zerstreuung, Untergang und Wiederaufstieg. Fast immer waren an den Umbrüchen Menschen, Mzajach und Ekriden beteiligt.

Das minotaurische Volk hat seine herdenähnliche Struktur bis heute bewahrt. Herden ähneln autark geführten Großfamilien, die bis zu mehrere Hunderttausend Mitglieder umfassen können, und in denen Talente breit gestreut werden. Daher finden sich Minotauren in nahezu allen gesellschaftlichen Funktionen. Besonders bewährt haben sie sich jedoch als Händler, als Scouts, als Diplomaten und Soldaten. Die technische Seite liegt den meisten Minotauren eher nicht.

Das Volk der Minotauren hat sich in hervorragender Weise in die Orion-Sagittarius-Kultur integriert und ist Gründungsmitglied des Imperiums. Man trifft sie daher auf sehr vielen Welten des Imperiums, auf denen sich einzelne Herden oder sogar ganze Herdengruppen niedergelassen haben. Minotaurische Grundinteressen sind die Freiheit, Kontinuität und Sicherheit. Typisch minotaurische Charaktereigenschaften sind Ausgeglichenheit, Widerstandsfähigkeit und manchmal ein bißchen Starrsinnigkeit.

Größe: 2,2 m
Gewicht: 160 kg
Natürliche Lebensspanne: 200 Standardjahre


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Die Morichul

Die Morichul sind eine sehr junge Spezies, deren Geschichte erst mit ihrer Entdeckung vor rund 300 Standardjahren beginnt. Kurz danach wurde ihre Heimatwelt zerstört und ihr Volk zerstreut. Die meisten von ihnen leben heute in den militärischen Arsenalen der verschiedensten Megakonzerne, Privatiers und natürlich allen voran dem Imperium.

Die Morichul sind als äußerst zähe Krieger bekannt, die furchtlos bis zum Tod kämpfen. Es gibt nur wenige Morichul, die andere Interessenstrukturen aufweisen, als militärische Kategorien. Ältere Exemplare, sofern sie denn überlebt haben, entwickeln gelegentlich diplomatische oder gar technische Fertigkeiten. Diese gelten jedoch als eher spleenig.

Das Volk der Morichul ist zwar vollständig in die Orion-Sagittarius-Kultur integriert, jedoch findet man sie fast auschließlich im militärischen Segment. Sofern sie dieses verlassen, landen die meisten von ihnen in der Gosse und rotten sich zu lokalen Kanalisations- und Unterweltmächten zusammen. Grundinteressen der Morichul sind (Wett-)Kampf und Ehre (oft variabel eingesetzt). Typische Charaktereigenschaften der Morichul sind großer Mut bis zur Tollkühnheit, Zähigkeit, Todesverachtung und oft genug ein rüpelhaftes, gelegentlich sogar albernes Benehmen.

Größe: 5 m (von Stirn bis Schwanzsspitze)
Gewicht: 450 kg
Natürliche Lebensspanne: 30 Standardjahre


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Die Mzajach

Die Mzajach sind das zweitgrößte Volk unter den Völkern der Orion-Sagittarius-Kultur. Politisch und militärisch stehen sie den ekridischen Kräften jedoch in kaum etwas nach. Sie gehören zu den Gründungsmitgliedern des Imperiums und sind insbesondere mit den Menschen und den Ekriden durch verschiedene historische Ereignisse schicksalhaft verbunden.

Die Mzajach sind, obwohl sie oft zu Spezialisierungen neigen, Generalisten - was sie zu den erfolgreicheren raumfahrenden Völkern gemacht hat. Daher findet man sie tatsächlich in allen gesellschaftlichen Bereichen der modernen Zivilisation. Sie geben ebenso gute Kaufleute ab, wie Techniker und Netzer oder Piloten oder Diplomaten. Eine besondere Begabung (und auch Hingabe) liegt jedoch in der Kunst des Krieges in all seinen Variationen und Ausprägungen.

Mzajach bewohnen den gesamten Raum des Orion-Sagittarius-Gebietes. Sie haben im Laufe der Zeit mit Abstand die meisten Koloniewelten gegründet, die teilweise weit von den Kerngebieten entfernt liegen. Aus diesem Grund scheint das Imperium in den Randzonen für Neuankömmlinge von außen eher mzajisch als ekridisch-multiethnisch zu sein. Die mzajischen Grundinteressen sind Ruhm, Ehre und Prosperität. Typisch mzajische Charaktereigenschaften sind Treue, Stolz und Mut.

Größe: 2,4 m
Gewicht: 135 kg
Natürliche Lebensspanne: 150 Standardjahre


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Die Squieser

Die Squieser bilden das viertgrößte Volk und zählen gleichzeitig gemeinsam mit Ekriden und Minotauren zu den älteren Völkern der Orion-Sagittarius-Kultur. Ihr Einfluss auf die Gesamtkultur manifestiert sich einerseits wirtschaftlich durch den Megakonzern GN - Galactic Network, als auch in geringerem Maße politisch im Umgang mit der Mantell-Oligarchie. Sie gehören zu den Gründungsmitgliedern des Imperiums und sind insbesondere mit den Ekriden durch eine Jahrtausende alte und wechselvolle Beziehung verbunden.

Die Squieser sind Spezialisten wenn es um alle Arten von technischen Gegebenheiten geht. Sie bilden hervorragende Raumpiloten, sie sind hervorragende Netzer, Drohnenpiloten, Fahrer und dergleichen. Viele Squieser findet man auch bei Freihändlern und Scouts. Obwohl sie in Bäumen überaus beweglich sind und große Geschwindigkeiten erreichen können, sind sie doch miserable Fußgänger.

Squieser bewohnen hauptsächlich einen kleinen Bereich des squiesischen Sektors, der zu den Kernbereichen der Orion-Sagittarius-Kultur gezählt wird. Mehr oder weniger große Enklaven mit bis zu einigen Millionen Einwohnern finden sich jedoch auf jeder größeren imperialen Welt. Die squiesischen Grundinteressen sind Gewinn, Ruhm und Langlebigkeit. Typisch squiesische Charaktereigenschaften sind Optimismus, Geselligkeit und ein bißchen Überdrehtheit.

Größe: 1,5 m
Gewicht: 40 kg
Natürliche Lebensspanne: 60 Standardjahre


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Die Shing

Die Shing stellen eine weitere Spezies, deren Gesamtpopulation gemessen am Imperium nicht groß ins Gewicht fällt. Jedoch besitzen gerade die Shing einen außerordentlich hohen Bekanntheitsgrad, der mit ihren außergewöhnlichen kognitiven Begabungen zusammenhängt. Ihre Geschichte ist seit ca. 2.000 Standardjahren mit der Orion-Sagittarius-Kultur verwoben, und ihr Einfluss war zu Zeiten der so genannten Psi-Kriege duchaus derer wesentlich größerer Völker ebenbürtig. Sie gehören ebenfalls zu den Gründervölkern des Imperiums.

Die Shing sind die Spezialisten wenn es um alle Arten von kognitiven Begabungen geht. Dazu gehören in erster Linie technische und analytische Fertigkeiten sowie soziale und psionische Fertigkeiten. Auch Shing-Netzer können außergewöhnliche Qualitäten entfalten. Unterdurchschnittlich entwickelt sind die physischen Attribute dieser Spezies.

Shing bewohnen sowohl ihre Heimatwelt Gorn als auch kleinere und größere Enklaven auf nahezu jeder größeren Welt des Imperiums. Selbst außerhalb des Imperiums in den Randbereichen der Orion-Sagittarius-Kultur findet man einzelne Shing oder Communities. Die Shing-Grundinteressen sind das Lernen und die kognitive Erweiterung sowie Sicherheit. Typische Shing- Charaktereigenschaften sind Rationalität, kühle Zurückhaltung sowie eine manchmal an Arroganz grenzende Reserviertheit.

Größe: 1,8 m
Gewicht: 50 kg
Natürliche Lebensspanne: 40 Standardjahre


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Die Terraner

Die Terraner bzw. die Menschen terranischer Abstammung stellen die drittgrößte Bevölkerungsfraktion der Orion-Sagittarius-Kultur. Ihr Einfluss in Politik, Wirtschaft und Militär ist deutlich spürbar, in etlichen Teilen des Imperiums sogar dominant. Ihre interstellare Geschichte reicht etwa etwa 2.900 Standardjahre zurück und ist geprägt von großen Kriegen, unerbittlichen Herrschaften und versuchten Genoziden. Das von Terranern im zweiten Zeitalter errichtete Kaiserreich beherrschte kurzzeitig faktisch alle bekannten Kulturen des Orion-Sagittarius-Gebietes. Aus dieser Zeit kommen auch die besonderen Beziehungen der Terraner zu den Mzajach, zu den Shing und zu den Eridani. Heutzutage sind die kriegerischen Tage der Terraner gezählt. Sie gehören zu den großen Gründervölkern des Imperiums und haben ihre Allmachtsphantasien begraben.

Terraner sind Generalisten was ihre besondere Talentierung angeht. Man findet Terraner bei Kaufleuten und Künstlern, Scouts und Piraten, bei Technikern, Netzern, Drohnen- und Raumpiloten, ja sogar bei Soldaten.

Terraner bewohnen hauptsächlich den terranischen Sektor. Gleichwohl gibt es Hunderte von terranischen Koloniewelten außerhalb dieses Sektors und auf keiner größeren imperialen Welt fehlt ein stattlicher Bevölkerungsanteil. Terranische Grundinteressen sind Sicherheit, das Streben nach Gewinn und Langlebigkeit. Typische terranische Charaktereigenschaften sind Optimismus, Anpassungsfähigkeit sowie gelegentliche Selbstüberschätzung.

Größe: 1,9 m
Gewicht: 80 kg
Natürliche Lebensspanne: 100 Standardjahre


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Völkerklassifizierung:

Altersklassen:

sehr jung: Älteste Aufzeichnungen, Erinnerungen oder Artefakte reichen in eine Zeitperiode von < 10.000 Standardjahren zurück

jung: Älteste Aufzeichnungen, Erinnerungen oder Artefakte reichen in eine Zeitperiode von etwa 10.000 – 100.000 Standardjahren zurück; häufig sind mehrere Gesellschaftszyklen abgeschlossen

mittel: Älteste Aufzeichnungen, Erinnerungen oder Artefakte reichen in eine Zeitperiode von etwa 100.000 – 1 Mio. Standardjahren zurück; fast immer sind mehrere Gesellschaftszyklen abgeschlossen; Spezies gleicht nur noch selten der ursprünglichen physischen Form

alt: Aufzeichnungen, Erinnerungen oder Artefakte reichen in eine Zeitperiode von etwa 1 Mio. – 100 Mio. Standardjahren zurück; fast immer sind mehrere Gesellschaftszyklen abgeschlossen und eine längerfristige Konstanz erreicht; Spezies gleicht nur noch selten der ursprünglichen physischen Form und ist oft transzendiert

sehr alt: Aufzeichnungen, Erinnerungen oder Artefakte reichen in eine Zeitperiode von etwa 100 Mio. – 1 Mrd. Standardjahren zurück; Gesellschaftszyklen sind abgeschlossen und eine Konstanz ist erreicht; Spezies gleicht nur noch selten der ursprünglichen physischen Form und ist oft transzendiert

uralt: Sonderkategorie für Spezies, deren Aufzeichnungen, Erinnerungen oder Artefakte in eine Zeitperiode von > 1 Mrd. Standardjahren zurückreichen; manchen dieser Spezies sagt man nach, dass ihre Erinnerungen in ein Universum zurückreichen, dass physikalisch anders als das unsere war...


Völkerkatalog aus den Archiven der imperialen Fremdkulturinstitute; 328 NIZ



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