Basis des Meastari

Willkommen in der Basis des Meastari.

Hier erhalten Sie allgemeine historische und aktuelle Informa-tionen aus der Orion-Sagittarius-Kultur, Sie haben Zugriff auf die Logbücher einiger Kampagnen und können sich die neusten Regelände-rungen und -erwei-terungen des Science-Fiction-Rollenspiels Kontakt! abrufen.

Kontakt! ist im Laufe vieler Jahre unter der Mithilfe von Spielern, Spielleitern, Freunden und Bekannten gewachsen. Für diese Unterstützung möchte

ich mich aufrichtig bedanken. Ohne diese Menschen, die nur selten ungeduldig mit meinen spontanen Einfällen waren, wäre dieses Spiel sicher nicht entstanden. Wenn Sie Fragen haben oder z.B. 50.000 Exemplare des Spielerhandbuchs bestellen wollen, zögern Sie nicht, in der Zentrale eine Nachricht zu hinterlassen.






Nachrichtenband

Zapping durch die Kanäle der Orion-Sagittarius-Kultur; Netzknoten Callhadis Nabe,
21.8.328 NIZ, 9.00 CallhadisStandardZeit

... Sensationeller Fund in der Randzone - Einer Forschergruppe des Historischen Mzajischen Institutes von Bengosi Prime gelang jetzt die archäologische Entdeckung des Jahrzehnts. In einem bisher nicht kartographierten System der Klasse O sichteten sie die Überreste eines hochentwickelten kegelförmigen Bauwerks, welches ein Alter von vermutlich mehr als 1.5 Milliarden Jahre hat. Damit ist es das älteste bekannte Artefakt im Bereich der OSK. Expeditionsleiter Dr. Lax Lahn: "Mein Team und ich waren auf dieser Welt gestrandet und mussten irgendwie an ein Schiff kommen. Auf dem Weg von unserer Absturzstelle zu einer nahegelegenen Basis, tauchte es vor uns auf. Es war auch nicht zu übersehen so riesig war es. Leider hatten wir damals keine Zeit, einen intensiveren Scan durchzuführen, so dass unsere Daten noch sehr lückenhaft sind. Aber nun - nach Abschluss unserer letzten Studienreise - bin ich optimistisch, schon bald eine weitere Expedition in das System zu führen." ...
Radio Transgalactica-Nachrichtenband

... Konflikt um Akana Norat verschärft sich weiter - nach der Entdeckung und Ausschaltung der selbst replizierenden Drohnenarmada in der Nähe der Thau-Senke, bereitet man sich im Akana Norat-Cluster auf eine imperiale Invasion vor. Der Chefberater des Imperiums für die Randweiten Autochton Rue Pelton will jedoch so weit noch nicht gehen: "Eine Invasion in den Cluster kann nur das letzte Mittel zur Herstellung eines dauerhaften Friedens sein, und es gibt immer noch Hoffnung auf ein unblutiges Ende der Krise. Jedoch hängt es allein von Norati San ab, angemessen und verantwortungsbewusst zu reagieren. Das Imperium wird einen direkten Angriff keineswegs ungerührt hinnehmen.
" Pelton unterstrich erneut den Forderungskatalog des Imperiums, der unter anderem die Auslieferung führender Regierungsmitglieder Norati Sans enthält, die hauptsächlich verantwortlich für die Herstellung interstellar geächteter Waffen waren ...
Radio Transgalactica-Nachrichtenband

... Basser Drome Musik wird dieses Jahr stärker denn je werden, meint einer ihrer führenden Vertreter. Der Mzajach Chedic Chedicé, der für die Drometruppe Tote Kaiser singt und das Neuroviolon spielt, erklärte dazu: "Wir - die Sache - wird - cool. Moricool. Echt und ultra" ...
GN-Nachrichten, Unterhaltungskanal

... Psycho-Virus ergreift Besitz von Randgruppen - Ein mutmaßlich psionisch gesteuertes Psychosevirus hat laut Stellungnahmen von ImperialPol in den vergangenen Wochen zu einer nahezu imperiumsweiten Massensuggestion geführt, welche hauptsächlich unter Individuen oder Organisationen des gesellschaftlichen Randes auftrat. Die Opfer der Suggestion verspürten dabei den Zwang, andere Mitbürger zu foltern oder zu töten. Obwohl die Dimension des Geschehens noch nicht ganz klar ist, geht man in einer ersten Einschätzung der Sachlage imperiumsweit von mehreren hunderttausend Opfern aus. Woher das Virus gekommen ist, wollte ImperialPol noch nicht bekanntgeben, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden ...
GN-Nachrichten; lokaler Verteiler Callhadis-Knoten

... Eindämmung der PEST vorerst gescheitert - Trotz der verhängten Quarantäne und der Einspeisung von Anti-Viren konnte die Klasse 4-Perversion, welche vor 12 Wochen erstmals im Netz verschiedener Kolonien und Industrieeinrichtungen der Ogorasphäre disloziert wurde, noch immer nicht eingedämmt werden. Man befürchtet nun ein Übergreifen des Virus, welches als "die PEST" bekannt wurde, auf die lokalen Gruppen Kreien und Porath. Der Ratsvorsitzende der lokalen Gruppe Sirius, Archon Rocardo Liu Saul sagte dazu: "Wir benötigen mehr Unterstützung, wenn wir nicht noch weitere Systeme verlieren wollen. Die Situation ist eine größere Bedrohung als die Analysten des Imperiums zugeben wollen"...
Radio Transgalactica-Nachrichtenband

... Familienprogramm für Ekriden jetzt zulässig - während draußen vor der Tür Zehntausende ekridische Demonstranten ihre synchronen Sprechchöre riefen, wurden im Klinikum der Hauptstadt von Anklat! den ersten Ekriden ein Serum verabreicht, welches ihre natürliche Fortpflanzung initiieren wird. Die auserwählten Ekriden sagten, dies sei ein großer Tag für die Befreiung von den Fesseln der großen Staaten. Dieser Meinung sind bei weitem nicht alle. In den Augen der Staaten Callhadis und Jayliniassad ist das Gesetz der Beginn der Auflösung bestehender Staatshierarchien und der Anfang vom Untergang des Imperiums ...
GN-Nachrichten; lokaler Verteiler Betemn-Knoten

... Finanzierung des Moennis-Projektes fraglich – Finanzierungsprobleme könnten dazu führen, das der Traum von einer Reökologisierung und Bioformung des Moennis-Systems durch Maro Markab fürs erste ausgeträumt ist. Nachdem beide lokale Gruppen, Maokar und Sjiost, als größte Finanziers ihr Engagement eingestellt haben, sieht es nun so aus, als würde das Projekt auch die Unterstützung des imperialen Sektorenrates verlieren. Bojar Lassar II. hat zwar versprochen, sich nach anderen Sponsoren umzusehen, jedoch hat seine Anfrage beim Imperium für ein offizielles Eintreten in das Projekt eine – so ein Sprecher – bestenfalls „lauwarme“ Reaktion hervorgerufen. Das dürfte den Bojaren jedoch wohl kaum zu weiteren praktischen Schritten veranlassen ...
GN-Nachrichten; lokaler Verteiler Malafrena-Knoten

... Deneschjech verliert Kampfläufer - wie gestern von Konzernseite auf Zenter Gemini / lokale Gruppe Gemini zugegeben wurde, sind die Berichte von ImperialPol hinsichtlich des Verlustes einer Lieferung von 1.200 Kampfläufern älterer Bauart in der Opiuchi-Wolke korrekt. Ebenso verschwunden ist das Transportschiff, welches die insgesamt 80 Container in das Demen-System / Sadalmelik-Provinz bringen sollte ...
Radio Transgalactica-Nachrichtenband

... Kriegsverbrecherprozess gegen Ex-König Madissa - Jamali Madissa, der gestürzte König des Neosylla-Systems / Perseus-Dunkelwolken soll wegen Kriegsverbrechen vor ein suprastellares Tribunal gestellt werden. Bis zu vierzig Millionen Angehörige diverser Völker sollen nach gegenwärtigen Schätzungen während seiner zehnjährigen Herrschaft umgekommen sein. Der Anwalt Madissas erklärte vor dem Tribunal: „Mein Klient hat keine Angst davor, sich vor den Staatsoberhäuptern der Mantell-Oligarchie oder des Imperiums zu verantworten. König Madissa hat ganz auf sich allein gestellt das Neosylla-System aus den Trümmern der letzten imperialen Feldzüge gegen Spartakiden und Ex-Kaiserreichsschiffe aufgebaut. Diese Leute wissen alle, dass ein Staatsoberhaupt in Zeiten des Chaos hart durchgreifen muss, und wenn sie behaupten, sie hätten anders gehandelt, sind sie Lügner“...
Radio Transgalactica-Nachrichtenband







Historical Data



Willkommen im historischen Archiv dieses Knotens. Die hier verfügbaren Daten wurden den folgenden Quellen entnommen:

Prähistorische Zeit: Astronomische Beobachtungen, geologische Artefakte sowie die Archive älterer galaktischer Kulturen, sofern diese zugänglich sind.

Erstes Zeitalter: Archive ekridischer Staaten und verschiedener uralter squiesischer Häuser.

Zweites Zeitalter: Archive ekridischer Staaten, mzajische Bibliotheken, zusammengetragene Aufzeichnungen verschiedener terranischer Quellen sowie das Zentralarchiv der KES.

Drittes Zeitalter: Öffentliche Netzknoten, Archive diverser Universitäten; Spezialinformationen und sozioökonomische Einschätzungen sind mzajischen Bibliotheken, ekridischen Archiven, den Erinnerungsknoten des Gorn-Kollektivs sowie etlichen privaten Aufzeichnungen zeitgenössischer Persönlichkeiten entnommen.



Zeitskala in Standardjahren

Zeitalter

Epoche

Phase

vor 85.000 v.Chr. Vorgeschichtliche Zeitalter
bis 6.000 v.Chr. Ekridische Epoche
bis 30.000 v.Chr. Terraforming-Phase
bis 6.000 v.Chr. Ekridischer Exodus
bis 4.000 v.Chr. Erstes Zeitalter Frühsquiesische Epoche
bis 2.800 v.Chr. Squiesische Epoche
bis 2.800 v.Chr. Phase des squiesischen Holocausts
bis 1.000 v.Chr. Erstes Interregnum
bis 1.200 v.Chr. Minotaurischer Exodus
bis 2.000 n.Chr. Zweites Zeitalter Epoche der Antike
bis 2.200 n.Chr. Frühterranische Epoche
bis 2.600 n.Chr. Föderationsepoche
bis 2.850 n.Chr. Epoche des Entstehungskriegs
bis 2.743 n.Chr. Phase der Materialschlachten
bis 2.810 n.Chr. Phase des ekridischen Genozids
bis 2.850 n.Chr. Phase des PSI-Krieges
bis 3.000 n.Chr. Frühimperiale Epoche
bis 3.200 n.Chr. Epoche des Ersten Imperiums
bis 3.300 n.Chr. Spätimperiale Epoche
bis 3.800 n.Chr. Zweites Interregnum
bis 3.500 n.Chr. Frühe KES-Phase
bis 3.800 n.Chr. Galaktische Reife der KES
bis 4.000 n.Chr. Drittes Zeitalter Frühmzajische Epoche
bis 4.380 n.Chr. Epoche d. mzajischen Dissonanz
bis 4.112 n.Chr. Expansionsphase des Sonnenkaiserreichs
bis 4.241 n.Chr. AntiGen-Phase / Spleisserphase
bis 4.380 n.Chr. Kriven-Phase
bis 4.556 n.Chr. Präimperiale Epoche
bis 4.441 n.Chr. Konsolidierungsphase
bis 4.520 n.Chr. Phase der ekridischen Spaltung
bis 4.556 n.Chr. Übergangsphase
bis 4.884 n.Chr. Imperiale Epoche
bis 4.691 n.Chr. Imperiale Expasionsphase
bis 4.758 n.Chr. Depressionsphase
bis 4.823 n.Chr. Phase der Thronirritation
ab 4.884 n.Chr. / Gegenwart Galaktische Epoche


VORGESCHICHTLICHE ZEITALTER

27 Mio. vor unserer Zeitrechnung
Blüte der Meastari-Kultur. Die Spuren aus dieser Zeit finden sich auf vielen Welten der OSK und dem bekannten Jenseits. Gegen Ende dieses Zeitabschnittes geht die Zivilisation der Meastari aus bisher ungeklärten Gründen unter.
14 Mio. vor unserer Zeitrechnung
Dieser Zeit entstammen die frühesten Hinweise und ältesten Knochenfunde von bewusstem Leben auf den wichtigsten Gründerwelten der alten Weiten wie Kazak!, Sjiost, Terra und Wald.
1.2 Mio. vor unserer Zeitrechnung
Dies ist der allgemein akzeptierte Zeitpunkt des Aufstiegs des Volkes der Ssor Nnontes aus dem Kuromaki-Haufen jenseits der Synklinale Golf zur sternfahrenden Zivilisation.

120.000 v. Chr.

Aus dieser Zeit stammen die frühestdatierten Funde der ekridischen Zivilisation auf Kazak!, welche einen industriellen Entwicklungsstand belegen. Die Gründe, die zu einer beschleunigten Technologieentwicklung führten, konnten bis heute aufgrund der späteren Zerstörungen auf Kazak! nicht vollständig geklärt werden.

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Ekridische Epoche / Epoche des Langsam
von 85.000 bis 6.000 v.Chr.

Diese Zeitperiode markiert den Beginn interstellarer Aktivitäten der Ekriden von Kazak!. Dies geschieht zunächst mittels selbstreplizierenden Terraforming-Robotschiffen, welche mit einem primitiven Hypersprungtriebwerk ausgerüstet sind und in Wellen ausschwärmen. Sobald sie eine Welt erreichen, beginnen sie einen Terraformingprozess, replizieren sich mehrfach und erzeugen eine neue Welle von Terraforming-Schiffen. Im Laufe mehrerer Jahrzehntausende entstehen auf diese Weise tausende bewohnbarer Welten im Bereich des Orion-Spiralarms. In der Spätphase dieser Epoche erreichen die riesigen Terraforming-Schiffe auch den Sagittarius- und den Perseus-Armsowie den Scutum-Crux Ursprung.

Auf den terraformierten Welten wird nach und nach die sogenannte galaktische Ökologie, eine standardisierte und erfolgreiche Grundausstattung einer Tier- und Pflanzenwelt etabliert, welche genetisch an die lokalen Verhältnisse angepasst wird. Diese Flora und Fauna hat sich bis zum heutigen Tag hunderttausendfach modifiziert und bildet mit eventuell vorhandenen einheimischen Arten ein mehr oder weniger erfolgreiches Speziesgemisch.

In der Mitte dieser Epoche (56.221 v.Chr.) wird der ekridische Standardkalender durch die erstmalige Messung und Aufzeichnung der galaktischen Schwerkraftwellen normiert. Diese Schwerkraftwellen tauchen mit geometrischer Präzision immer wieder auf (exakt alle 2.336 Standardjahre) und dienen dem großen ekridischen Jahr fortan als Basiseinheit. Seit dieser Zeit existieren zuverlässige und durchgehende Aufzeichnungen zumindest für die ekridischen Teile der Geschichte, welche in den Archiven großer ekridischer Staaten bewahrt werden.

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Phase des ekridischen Exodus'
von 30.000 bis 6.000 v.Chr.

Diese Epoche ist durch den Beginn der bemannten, interstellaren Raumfahrt der Ekriden von Kazak! mittels Generationenraumschiffen gekennzeichnet. Diese Schiffe besitzen annähernd den gleichen primitiven Hypersprungantrieb wie ihre Vorgänger die Robotschiffe, woraus sich Reisezeiten ergeben, die in Jahrhunderten, teilweise sogar in Jahrtausenden gemessen werden. Die Besatzungen harren die Reisezeiten eingefroren oder in Trockenstarre aus. Ziele sind die in der vorigen Epoche terraformierten Welten, deren Zustand sich bei Erreichen als dauerhaft bewohnbar stabilisiert haben sollte. Auf etlichen Welten ist das Experiment des Terraformierens jedoch gescheitert und die Generationenschiffe werden so zu Archen des Lebens im Weltraum, auf denen die Kolonisten nun viel länger verweilen bzw. sich auf einen dauerhaften Aufenthalt einrichten müssen. Ein Einwandern in andere, erfolgreichere Kolonien ist meist nicht möglich, da dieses durch die genetisch-familiäre Staatsstruktur der Ekriden verhindert wird. In den folgenden Jahrhunderten werden diese Schiffe nun gezwungenermaßen zu fliegenden Städten um- und ausgebaut und übernehmen auf der Suche nach einer Ersatzaufgabe den interstellaren Transportverkehr zwischen den einzelnen Kolonien, eine Aufgabe, die in dem ursprünglichen Kolonisationsplan gar nicht vorgesehen war.

Bis zum Ende der Epoche bauen die Ekriden ein spiralarmweites Netzwerk aus Generationenschiffen auf, die zwischen Hunderten von erfolgreichen Kolonien

pendeln. Es bildet sich über die großen ekridischen Jahre hinweg eine Kaste von Raumfahrer heraus, die den speziellen Bedingungen im All körperlich entscheidend besser angepasst ist und die in den späteren Jahrtausenden zur einzig überlebenden Kaste aufsteigen wird.

Ekridische Generationenschiffe besuchen auch Welten anderer Kulturen wie z.B. die der Menschen, der Mzajach, der Minotauren und der Squieser. Über diese Welten wird eine Kolonisationsquarantäne verhängt. Das für Ekriden chaotische und individuelle Bewusstsein der fremden Spezies löst Verunsicherungen und Ängste aus.

Im letzten Jahrtausend der Epoche beginnt sich die Zivilisation der Squieser aus dem Dunkel der Jungsteinzeit zu lösen und erlebt eine erste Phase der technologischen Entwicklung. Diese Entfaltung wird durch die ekridischen Generationenschiffe bemerkt und aus dem Hintergrund beobachtet. Es fehlt den Ekriden jedoch ein Konzept des Umgangs mit dieser für sie fremden Zivilisation, die sich, gemessen an dem eigenen technologischen Fortschritt, plötzlich unfassbar rasant entwickelt. Aus diesem Grund unterbleibt ein Kontakt.

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DAS ERSTE ZEITALTER


Frühsquiesische Epoche
von 6.000 bis 4.000 v.Chr.

Die frühsquiesische Epoche wird durch die erste Squieserexpedition in den Weltraum, zunächst in das eigene Sonnensystem, eingeleitet. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten setzt man auf dem Heimatplaneten der Squieser nun alles daran, einen interstellaren Antrieb zu entwickeln. Schließlich wird ein Lichtsegler konstruiert und zu einem der nahen Sonnensysteme geschickt. Aus diesem System haben squiesische Astronomen Signale intelligenter Herkunft aufgefangen - tatsächlich handelt es sich dabei um die EM-Emissionen eines havarierten Generationenschiffes. Der Segler wird durch den Lichtdruck eines gigantischen Lasers angetrieben, dessen zerstörte Ruinen noch heute auf der Oberfläche von Walds Mond zu erahnen sind. Als der Lichtsegler das System erreicht, ist das Generationenschiff jedoch bereits weitergezogen.

Noch immer ist es ekridische Politik, an der Quarantäne und der Beobachtung festzuhalten, aber nach etwa 150 Jahren der squiesischen Weltenraumaktivität kommt es zu einer ungewollten Aufdeckung der insektoiden Geheimniskrämerei. Im System von Wald erblicken die starken Teleskope der Squieser eine dort zurückgelassene Überwachungsautomatik der Ekriden. Der Versuch der Kommunikation gelingt, obwohl die Resentiments auf beiden Seiten sehr groß sind. Es erwächst innerhalb der nächsten 100 Jahre eine regelmäßige Beziehung, die darin gipfelt, dass vor Wald eines der ekridischen Generationenschiffe dauerhaft vor Anker geht. Noch später beginnt das Volk der Squieser auf den Generationenschiffen der Ekriden mitzureisen und Kolonieenklaven zu gründen. Sie entdecken dabei viele andere ekridische Kolonien, neue terraformierte Welten und Fremdvölker wie Menschen und Mzajach.

Schließlich, nach über zwölf Jahrhunderten der ekridisch-squiesischen Koexistenz und gegen Ende der Epoche, wird auf Wald die Translichttechnologie entwickelt. Die Reisezeiten zwischen den Kolonien und Heimatwelten werden damit auf einen Bruchteil der früheren Dauer zu reduzieren - etwas, dass die Raumfahrt revolutioniert. Außerdem wird erstmals ein zusammenhängender, interstellarer Staat möglich, was zuvor weitgehend durch die langen Reisezeiten ausgeschlossen war.

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Squiesische Epoche von 4.000 bis 2.800 v.Chr.

In dieser Epoche treten in der ekridisch-squiesischen Vereinigung erstmals Spannungen auf, da die Ekriden am traditionellen Konzept eigenständiger Kolonien einschließlich den langsamen Hypersprungtechnologie festhalten wollen. In der Folge gehen Squieser und Ekriden zunehmend getrennte Wege. Die squiesische Fraktion beginnt verstärkt, eigene Kolonien, im wesentlichen durch frühere Ekridenaktivität terraformierte Welten, zu gründen und benutzt dabei zur Ausbreitung und Kommunikation die neue Translichttechnologie. Etwa auf der Hälfte der Periode beginnen die ersten squiesischen Kolonialkriege, die durch konkurrierende squiesische Adelshäuser im All ausgetragen werden.

Die Ekriden tun zunächst so, als gäbe es diesen Konflikt nicht, da ihnen das Konzept des Krieges gänzlich unbekannt ist. Mehrfach geraten sie dabei unbeabsichtigt in die Schusslinie der Kontrahenten. Schließlich registrieren sie aber doch die Gewalt, interpretieren sie als Ausdrucksform der Konkurrenz und beschließen, sich den Unruhestiftern und chaotischen Lebensformen in Gestalt der Squieser zu entledigen und sie wieder auf ihre Heimatwelt zu verbannen.

Natürlich ist den Ekriden klar, dass die Squieser freiwillig nicht dazu zu bewegen sein und sich wahrscheinlich dagegen wehren werden. Da die Ekriden mit ihren Generationenraumern erheblich langsamer sind, sieht das Konzept der Befriedung eine tödliche virale Infektion aller squiesischen Bewohner anderer Planeten mit Ausnahme von Wald vor. Dieses Virus wird so gestreut, dass es alle betroffenen Welten nahezu gleichzeitig attackieren wird. Aufgrund der langen Reisezeiten ekridischer Schiffe hat dieser Plan ein Zeitfenster von etwa 500 Standardjahren.

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Squiesischer Holocaust von 2.800 bis 2.850 v.Chr.

Der Befriedungsplan der Ekriden, von vielen Kulturen auch als squiesischer Holocaust bezeichnet, ist erfolgreich und wird zum Alptraum der Squieser. Er entfesselt einen interkulturellen Krieg zwischen den Völkern. In seinem Verlauf erhält zunächst das Virus aufgrund der vorausschauend eingefädelten Streuung reiche Ernte, und die meisten der squiesischen Kolonien oder Enklaven werden binnen kürzester Zeit ausgerottet. Als taktisch problematisch erweist sich lediglich die unterschätzte Anzahl der nicht infizierten squiesischen Schiffe, die zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Seuche unterwegs sind. Diese Schiffe schlagen in mehreren konzertierten Aktionen zurück und vernichten viele Ekridenkolonien und Lebensarchen, vor allem in den Bereichen der heutigen Sektoren Sol und Sjiost. Außerdem rüsten sie psychisch konditionierte Menschen, Minotauren und Mzajach, die gegen die tödliche Krankheit immun sind, mit moderner Technologie aus, um ihre eigenen Lücken auszugleichen. Hier liegt im übrigen möglicherweise ein Grund für den blinden Hass der Menschen und vieler Mzajach in späteren Zeitaltern gegen das ekridische Volk. Es handelt sich dabei eventuell um Spätfolgen einer in diesem Zeitalter stattfindenden Konditionierung.

Letztendlich neigt sich der Krieg jedoch seinem Ende zu, als sich nach und nach die Schiffe der Squieser mit dem Virus infizieren und die Besatzungen sterben. Die letzten der Schiffe, es dürften nur wenige hundert gewesen sein, flüchten schließlich vor der Seuche über den Sagittarius Arm hinaus und gründen am Ursprung des Norma-Armes im Quadranten 1004 die sogenannte Qieshan-Kultur, welche alle Brücken zu den Heimatsektoren abbricht.

Durch den verlorenen Krieg erleidet die Kultur der Squieser einen technologisch-wissenschaftlichen Rückschritt von 4 – 6 Techlevel. Ihre Raumfahrt geht verloren, ebenso die wissenschaftlichen Grundlagen dafür. Der Gewinner des Krieges – die Ekride
n – erleiden zwar schwere Verluste, bleiben jedoch mit deutlich günstigeren Startvoraussetzungen zurück. Erneut haben sie die Alleinherrschaft im Raum.

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Epoche des ersten Interregnums
von 2.800 v. Chr. Bis 1.000 v.Chr.

Zu dieser Zeit sind die ekridischen Generationenschiffe im Raum kaum noch anzutreffen und konzentrieren sich in verschiedenen Häfen auf die Restauration der beschädigten oder zerstörten Kolonien. Dutzende von Planeten, vor allem in den Sektoren Sjiost und Sol, werden aufgrund der zu starken Zerstörungen von den Ekriden verlassen. Die zerstörten squiesischen Bauwerke und Städte werden von den Ekriden geschleift, zerlegt und wiederverwertet, so dass die Spuren der Squieser nach und nach verschwinden. Eine permanente Infiltration der Ekriden auf Wald sorgt für technische Entwicklungsstagnation auf TL 8 - 9.

Jedoch kommt es an ganz anderer Stelle im Spiralarm, nämlich auf Oromaar/Ekridischer Sektor, zu einer Beschleunigung der wissenschaftlich-technologischen Entwicklung. Es ist das Volk der Minotauren, welches schnell die Phasen der Industrialisierung und der planetaren Raumfahrt durchläuft und zur interstellaren Gesellschaft aufsteigt. Allgemein wird heute angenommen, das der Kontakt zu den frühen Squiesern der vergangenen Epoche diesen Umbruch und die Beschleunigung auslöste.

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Phase des minotaurischen Exodus’
von 2.500 – 1.200 v.Chr.

Diese geschichtliche Phase innerhalb des ersten Interregnums wird durch die Entdeckung der Hypersprungtechnologie auf Oromaar eingeleitet. Diese Entwicklung entgeht den ekridischen Generationenschiffen, da sie durch die Verluste des vergangenen Krieges geschwächt und nicht mehr in allen wichtigen Systemen präsent sind. In den darauffolgenden Jahrzehnten erkundet das Volk der Minotauren die umliegenden Systeme in Richtung Nomex-Nebel und erkunden dabei eine Sphäre von ca. 400 - 800 Lichtjahren Durchmesser. Überall treffen sie auf Kolonien der Ekriden, die teilweise seit Jahrhunderten ohne Außenkontakt sind und gelegentlich nicht einmal vom Ende des Krieges mit den Squiesern wissen (und dann sehr feindselig reagieren). Auf diese Weise entsteht sich auf Oromaar das Bild der Einschnürung des Volkes in diesem galaktischen Raumsegment, was den Wunsch verstärkt, die Tradition des Nomadentums auch auf Bereiche der Raumfahrt auszudehnen und den galaktischen Quadranten zu verlassen.

So konstruieren die Herden der Minotauren nach Ausreifung ihrer Raumfahrttechnologie ganze Flotten von Schiffen - ähnlich ekridischen Generationenschiffen, mit denen zunächst annähernd die gesamte Sphäre des heutigen Imperiums erkundet wird. Später erweitert sich der Aktionsradius der Herdenschiffe immer mehr, bis sie schließlich über den Sagittarius- und den Perseus-Arm hinausführen und die Heimat Oromaar in Vergessenheit gerät oder zur Belanglosigkeit degradiert wird.

Seit dieser Phase bereisen minotaurische Herdenschiffe vermutlich die gesamte Galaxis. Aufgrund der Gefahren im Raum und der Empfindlichkeit der Technik ist es jedoch fraglich, ob die Herdenschiffe bis heute haben überleben können oder ob sie nicht irgendwo in den Weiten der Galaxis verloren gegangen sind. Jedenfalls sind sie nach dieser Zeit nur in wenigen Fällen (der letzte liegt über 1.500 Jahr zurück) wieder im Bereich der imperialen Kultur aufgetaucht.

Der Planet Oromaar bleibt aufgrund der ruinösen wirtschaftlichen Anstrengungen der Flottenkonstruktion in desolatem und ausgelaugten Zustand zurück und wird nur noch von den Herden bewohnt, welche sich nicht entschließen konnten, die Heimat zu verlassen.

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DAS ZWEITE ZEITALTER


Epoche der Antike
von 1.000 v.Chr. bis 2000 n.Chr.

Diese Epoche wird durch das Entstehen der ersten kontinentalen Zivilisationen auf Terra und Sjiost eingeleitet. Auf Terra werden Pyramiden und kalendarische Bauten errichtet und die ersten größeren, städtischen Strukturen entstehen, auf Sjiost erringt der so genannte goldene Kreis erstmals Macht über den gesamten Gürtel des Äquatorialbereiches und errichtet Hunderte von Königshöfen und Tempelanlagen entlang seiner Nomadenroute. Auf beiden Planeten setzt auf allen Ebenen eine beschleunigte Technologieentwicklung ein. Etwa nach dem ersten Drittel der Epoche wird der Nullpunkt des terranischen Standardkalenders – in vielen Bereichen bis heute gebräuchlich – fixiert, welcher mit der Geburt eines Kulturphilosophen einhergeht, dessen Lehren später missbräuchlicherweise zur Ausbreitung eines absolutistischen Herrschaftsansatzes bei den Terranern beitragen wird.

Das auf seiner Heimatwelt Wald festgesetzte Volk der Squieser macht während der gesamten Zeit überaus große Anstrengungen, um die ihm verlorengegangenen Errungenschaften, insbesondere die des Raumflugs zurück zu erlangen, was ihnen jedoch dank der verborgenen ekridischen Kontrolle verwehrt bleibt.

Die ekridischen Lebensarchen nehmen nach der Rekonstruktion ihrer beschädigten Kolonien wieder einen regelmäßigen Transportverkehr zwischen den von Ekriden bewohnten Systemen des Orion-Spiralarms auf und registrieren spätestens ab Mitte der Epoche den zivilisatorischen Aufstieg der Menschen und Mzajach. Schon bald zieht sich durch alle Kolonien der Ekriden die Diskussion, ob auch die Menschen und Mzajach in ihrer Entwicklung gehemmt werden sollten. Da man jedoch nur wenig Erfahrung mit diesen Völkern gesammelt hat, fällt der Entwurf eines überzeugenden Kontrollansatzes schwer. Außerdem liegen die Systeme Sol und Sjiost relativ weit von intakten Kolonien der Ekriden weg, was eine Kontrolle noch schwerer macht.

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Frühterranische Epoche von 2000 bis 2200 n.Chr.

Der Beginn der Epoche wird durch das Vordringen der Menschen in den Weltraum markiert. Diese Entwicklung wird von den Ekriden bemerkt, die - wie mittlerweile bei ihnen üblich - in jedem Sonnensystem mit einer Fremdkultur eine wirkungsvolle Überwachungs- und Aufzeichnungsautomatik stationiert haben. Jedoch werden sie erneut von der Geschwindigkeit der Entwicklung überrascht, die ähnlich rasant ist, wie die der Squieser. Schnell wird man sich darüber klar, dass eine Entwicklungskontrolle nun nicht mehr durchgeführt werden kann, ohne Gewalt einzusetzen. Zu weit ist der Fortschritt bereits gediehen.

Aus diesem Grund wird eine ähnlich ungünstige Konstellation der Entwicklung wie bei den Squiesern in der Vergangenheit befürchtet, und so wird ein Konzept entwickelt, bei dem zunächst ein Verbündeter mit einem ähnlichem Gedankenmuster geschaffen werden soll, ehe der Kontakt zu einem anderen Völkern hergestellt wird.

Die Verbündeten, die man sich nun heranzüchten will, sollen trotz der belasteten Vergangenheit die Squieser sein, zu deren Volk zumindest schon Jahrtausende alte Verbindungen und Erfahrungen bestehen. Daraufhin wird die künstliche Entwicklungshemmung bei Wald gestoppt. In der Folge werden binnen der nächsten zwei Jahrhunderte die Phasen der frühen Raumfahrt und der interplanetaren Zivilisation durchlaufen. Später kommt es zu einem vorsichtigen und sorgfältig geplanten Kontakt zwischen einem Generationenschiff und der planetaren Regierung von Wald, wobei man die Squieser über Details der Vergangenheit im Unklaren lässt. Spuren ihrer interstellaren Vergangenheit finden sich inzwischen auf fast keiner bekannten Welt mehr, so dass die Ekriden nur wenig befürchten müssen. Etwa eine Squiesergeneration später wird das erste Bündnis dieses Zeitalters geschlossen – der sogenannte Bund von Lardosant – zwischen Ekriden und Squiesern.

In der Spätphase dieser Epoche kommt es dann zur Entdeckung der Hypersprungtechnologie in den Heimatsystemen der Menschen und der Mzajach – Terra und Sjiost. Sowohl Terraner, als auch Mzajach stoßen erstmals in den interstellaren Raum vor, wo sie relativ schnell auf Spuren zerstörter Kolonien der Ekriden aus dem letzten Zeitalter treffen, die verlassen und aufgegeben wurden. Daher entsteht bei beiden Zivilisationen – Menschen und Mzajach – das Bild, inmitten eines interstellaren Kriegsschauplatzes zu stehen, deren Teilnehmer im Moment inaktiv sind, die aber technologisch weit überlegen sind. Daher beginnt man auf beiden Welten zum eigenen Schutz parallel mit einer militärischen Aufrüstung.

Den Abschluss dieser Epoche bildet der Kontakt eines mzajischen Raumfahrzeugs mit einem terranischen Kolonistenschiff. Als man erkennt, dass der jeweils andere nicht der Verursacher der Kriegsschäden in den umliegenden Systemen sein kann, wird ein Abkommen über technologischen Austausch und intensive Zusammenarbeit gegen den noch immer unsichtbaren Gegner geschlossen.

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Föderationsepoche
von 2.200 bis 2.600 n.Chr.

Zu Beginn dieser Epoche wird die sogenannte Humanmzajische Föderation gegründet. Aus ihr wird später dann die terranische Föderation hervorgehen.

Während der Föderationsepoche dehnt sich die Kolonisationssphäre der Terraner und der Mzajach zunächst kontinuierlich aus. Dann stoßen die am weitesten vorgeschobenen Kundschafter etwa um die Mitte der Epoche auf eine intakte Kolonie der Ekriden (wahrscheinlich III. Doradus). Schnell werden die Ekriden als ein wahrscheinlicher Kontrahent des vergangenen Krieges identifiziert, und schnell werden Szenarien für die Zukunft entwickelt. Das wahrscheinlichste erscheint der Föderation ein rassisch motivierter Krieg der Insektoiden gegen die Menschen und Mzajach - eine grundlegend falsche Annahme und der Beginn einer schicksalhaften Entwicklung.

In der Zwischenzeit hat der Bund von Lardosant zwischen Ekriden und Squiesern große Fortschritte in der interkulturellen Zusammenarbeit gemacht. Bei der verborgenen Beobachtung der Terraner und der Mzajach ist ihnen jedoch klar geworden, dass an eine Allianz oder auch nur Koexistenz aller vier Spezies im selben Raumsegment in den nächsten Jahrhunderten aufgrund starker kultureller Gegensätzlichkeiten nicht zu denken ist, Daher entschließt man sich, eine Grenzlinie zu ziehen, die vom Etaru-Cluster über die Kasbora-Senke bis zur Incari-Wolke führte.

Die Politik der geheimen Beobachtung wird nun aufgegeben und ein offizieller Kontakt gesucht. In der Grenzregion wird eine ständige Botschaft eingerichtet, welche bei Streitfragen und Fragen der bilateralen Beziehung als neutraler Treffpunkt dienen soll. Es handelt sich dabei um das Schar Sochta-System/Squiesischer Sektor. Die Föderation ist mit dieser unilateralen Entscheidung nicht einverstanden, beugt sich aber der Macht der Ekriden.

Es vergehen 14 Jahrzehnte, in denen Bund und Föderation die so genannte "große Grenze" respektieren aber insgeheim auf Föderationsseite die militärische Aufrüstung vorangetrieben wird. Die Föderation gerät dabei jedoch durch die Verteilung und Dehnung ihrer Kräfte und die zunehmenden Kommunikationsverzögerungen zwischen den Kolonien in eine politische Krise. Noch später zerfällt sie in verschiedene regionale Fraktionen und Militärdepartments unter der Herrschaft verschiedener Provinzialfürsten und Warlords, ohne dass es zum lange vorbereiteten Krieg mit dem Bund gekommen wäre.

Gegen Ende der Föderationsepoche wird aus dem Lardosant-Bund die Liga der freien Welten gegründet, welche später nur noch als die Liga auftritt. Diese von den politisch langfristig denkenden Ekriden geschaffene und unterstützte Vereinigung soll eine Dachorganisation für alle losgelösten und unabhängigen Systeme bilden. Der Liga gehören zunächst alle ekridischen und squiesischen Welten an, später kommen aufgrund technologischer und wirtschaftlicher Vorteile und der lockeren politischen Struktur auch post-föderale mzajische Warlords hinzu.

In die spätföderale Zeit fallen auch die ältesten Erinnerungen des Kollektivbewusstseins auf Gorn und der Exodus der Eridani mit Hilfe der ekridischer Generationenschiffe.

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Epoche des Entstehungskrieges
von 2.600 bis 2.850 n.Chr.

Das Vorspiel dieser Epoche bildet die anhaltende Schwäche und Uneinheitlichkeit der terranischen und mzajischen Kräfte innerhalb der Föderation, welche schon seit Jahrzehnten nur noch auf dem Papier Bestand hat. Innerhalb der konkurrierenden Häuser der Warlords kommt es immer häufiger zu kurzen Konflikten. Da taucht in der Admiralität der terranischen Streitkräfte ein charismatischer Praetor auf, welcher nicht nur in kurzer Folge die um Terra liegenden Systeme schlägt und sie wieder dem terranischen Machtbereich zuführt, sondern auch auf der politischen Seite durch Intrigen, Propaganda und gezielte Attentate viele Anhänger bei Wirtschaftskräften und Adelshäusern gewinnen kann. Zudem sorgen mediale Großereignisse und die Verknüpfung mit pseudoreligiösem Neo-Rassismus für eine Popularität bei der verarmten und versklavten Bevölkerung, die sonst nur Popstars erreichen.

Schon bald schließen sich weitere menschliche und sogar mzajische Systeme aufgrund des Drucks ihrer Bevölkerung der aufstrebenden Neo-Föderation an. Doch dieses schlägt Wellen unter den vielen Warlords, da befürchtet wird, mittelfristig ein ähnliches Schicksal zu erleiden. Vor allem auf Sjiost denkt man schon bald über eine Gegenoffensive gegen die Neo-Föderation nach.

Die Geduld hält noch zehn Jahre, dann kommt es zum Angriff von Sjiost und anderer mzajischer Kräfte auf terranische Kernwelten. Jedoch gerät dieses trotz eines begrenzten militärischen Erfolges zum Nachteil der mzajischen Sphäre. Denn viele Mzajach sympathisieren insgeheim oder auch offen mit dem charismatischen Führer, der im Laufe der Zeit zu einem Symbol für Größe und Stärke heraufstilisiert wurde und den man während der Militäraktion natürlich nicht hatte fassen können.

So kommt es zu einem Bruch innerhalb des mzajischen Matriarchats. Die mzajische Kultur wird gespalten – etwa die Hälfte aller mzajischen Systeme paktieren weiterhin mit der Neo-Föderation und seinem charismatischen Führer, die andere Hälfte führt noch eine kurze Weile erfolglos Krieg gegen Terra und entscheidet sich schließlich für einen eigenen oder den Weg in die Liga. Für zwanzig Jahre kehrt wieder Frieden ein, aber es ist ein trügerischer Friede.

In den Kernbereichen der Neo-Föderation wird ein Feldzug vorbereitet, der sich gegen die übrigen Mzajach aber vor allem gegen die Liga in Form von Ekriden und Squiesern richten wird. Ziel ist es, der größte Machtfaktor in diesem galaktischen Quadranten zu werden. In den Kernsystemen um Terra und Sirius etabliert sich, der Idee der Renaissance des Neo-Rassismus' folgend, die Bewegung der "Elementaren", die sich offen zu rassistisch-hierarchischen Gedanken bekennt. Sie durchdringt schon nach kurzer Zeit viele Bereiche der Gesellschaft. Am Ende der Epoche bestimmt sie auf vielen Welten der Neo-Föderation das interstellare Denken und Handeln.

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Phase der Materialschlachten von 2.660 bis 2.743 n.Chr.

In dieser Phase entsendet die Menschheit gigantische Mengen Krieggerät gegen Hunderte von Systemen gleichzeitig. Zunächst sind es noch terranische Welten, dann ganz schnell etliche mzajische und schließlich auch Ligawelten. Eine Kriegserklärung erfolgt in der Regel nicht, die Angreifer scheuen sich selten, ganze Kontinente und sogar Planeten einzuäschern - insbesondere immer dann, wenn es sich um ekridische Welten handelt. Bevorzugte Waffen der Terraner sind der massenhafte Einsatz von selbstreplizierenden Kampfdrohnen und Minenfeldern sowie kurzlebige, leistungsstarke Kriegsklone. Die Abwehr der Liga kann nicht standhalten.

Schon in der ersten Phase des Krieges ziehen sich die ekridischen Generationenraumschiffe in den Leerraum zwischen den Sternen zurück, wo es für Terraner praktisch aussichtslos ist, sie zu finden. Etwa gleichzeitig wird durch die ekridische Technikerkaste das Prinzip der Translichtkommunikation entdeckt und entwickelt. Informationen können damit erstmals in der Geschichte des Orion-Spiralarmes schneller als Licht und Schiffsreiseverkehr transportiert werden.

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Phase des ekridischen Genozids von 2.743 bis 2.810 n.Chr.

Nachdem in den ersten achzig Jahren Krieg praktisch alle in den Kernsektoren gelegenen Systeme erobert, unterworfen oder zerstört sind (tatsächlich trifft letzteres auf den größten Teil der ekridischen Welten zu) und die Liga in die Randzonen abgedrängt wird, konzentriert sich die terranische Marine, die in der Zwischenzeit wie selbstverständlich die führende politische Rolle in der Neo-Föderation übernommen hat, auf die Sicherung der eroberten Welten. Sicherung heißt in diesen Fällen oft die Plünderung und Brandschatzung der eroberten Systeme, wodurch sich die Kriegskasse der Terraner langsam wieder füllt. Viele der früheren Adelshäuser, die sich der Neo-Föderation unterworfen hatten, steigen nun zu mächtigen Provinzialhäusern auf.

In den besetzten Raumgebieten werden unabhängig vom Verlauf des Krieges religiös verbrämte Gesetze erlassen, die faktisch auf Rassentrennung hinauslaufen und den Genozid an den noch verblieben Ekriden im terranischen Machtbereich ermöglichen. Als herrschende Klassen gibt es zum Abschluss dieser Kriegsphase nur noch Terraner und Mzajach. Milliarden von Ekriden, Squiesern und anderen Völkern kommen um. Ekriden gelten in den Kernsektoren gegen Ende der Phase als ausgestorben. Gleiches gilt für mindestens 4 weitere intelligente Spezies.

In das Ende dieser Phase fällt außerdem der Zeitpunkt des ersten Kontaktes der Shing mit den Terranern.

Die Liga kann sich während der letzten 15 Standardjahre dieser Phase noch einmal konsolidieren und ein weiteres Vordringen der Terraner - sofern es denn vorkommt - stoppen. So bildet die Liga einen Ring aus Systemen der den terranischen Kernbereich von etwa 5.000 Lichtjahren Durchmesser umgibt.

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Phase des PSI-Krieges von 2.810 bis 2.850 n.Chr.

Während dieser Kriegsphase dehnt sich die terranische Sphäre noch einmal mit großer Geschwindigkeit über die räumlichen Dimensionen ihrer Kernbereiche hinaus aus und erreicht schließlich die Grenzen frühester ekridischer Besiedelung - an der weitesten Stelle über 20.000 Lichtjahre von Terra entfernt.

Aufgrund der überragenden Leistungen der terranischen Taktik, ihrer Schnelligkeit und ihren geradezu prophetischen Eingebungen liegt die Vermutung nahe, dass sie bei dieser Leistung vom Shing-Kollektiv auf Gorn/Ekridischer Sektor unterstützt wurden, die man gerade zuvor entdeckt hatte. Andere Quellen behaupten, terranische Kloner hätten durch die Forschung auf Gorn die Möglichkeit gefunden, Psi-Klone zu synthetisieren, welche die Realität beeinflussen konnten, aber das ist bis heute nicht bewiesen. Es ist jedoch unzweifelhaft, dass die Neo-Föderation zu dieser Zeit massiv auf den Gebrauch von Psionik setzte und damit den Ausschlag zugunsten der Terraner brachte.

Die Liga verliert den Krieg schließlich. Terranische Flotten dringen bis in den Bereich des Sagittarius-Arms und des Scutum-Crux-Ursprungs vor sowie in den Perseus-Arm jenseits des schwarzen Grabens und in den großen Orion-Wirbel. Die Liga muss so lange vor den Terranern zurückweichen, bis sie schließlich ihren eigenen Grenzbereich nach außen erreicht und sich somit auflöst.

Die einzigen bedeutenden Oppositionsbewegungen gegen die Föderation bestehen in den überlebenden ekridischen Generationenschiffen, die sich immer noch im Leerraum verbergen und einigen wenigen unterentwickelten Welten, die so weit von den Kernsektoren entfernt liegen, dass die Reisezeit dorthin mehrere Jahrzehnte dauert.

Noch am Tag des historischen Sieges von Selitschusa/Squiesischer Sektor, der den Krieg offiziell beendet, wird eine zentralistische Staatsgewalt mit Hauptsitz Terra ausgeformt. Hochadmiral Howard Kemal Norjang krönt sich zum Kaiser des „galaktischen Imperiums terranischer Herkunft“.

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Frühimperiale Epoche von 2.850 bis 3.000 n.Chr.

Während dieser Epoche konzentriert sich das gerade geborene Imperium auf die Vervollständigung der Kontrolle über die eroberten Systeme. Rebellierende Welten werden ohne zu zögern zerstört. Der kulturellen Vielfalt wird ein terranisches Maß aufgezwungen, Widerstand dagegen wird zerquetscht.

Der Einfluss der Elementaren erreicht in der frühimperialen Epoche seinen Höhepunkt. Die Spätfolgen dieser Entwicklung sind noch heute zu spüren - z.B. wird noch heute der Standardtag nach der Länge eines terranischen Tages gemessen, die am weitesten verbreitete Sprache ist das Terran u.v.m. Auch auf den Welten der Randzone wird nun Jagd auf Ekriden gemacht. Gegen Ende der frühimperialen Epoche gelten die Ekriden als vollständig ausgelöscht. Auch verschwinden während dieser Zeit angeblich über 70 weitere Völker.

Gleichzeitig wird der Raubzug auf den eroberten Welten ungebremst fortgesetzt. Terra wird zum Imperiumsstern ausgebaut - ein technologisches Meisterwerk, das seinesgleichen sucht. Auch die Provinzialhäuser erlangen ungeahnte Reichtümer und militärische Macht, und schon bald nach Ende des offiziellen Krieges mit der Liga gibt es die ersten Auseinandersetzungen unter den Provinzialfürstentümern.

Einzige Träger ekridischer Kulturen sind nun die Lebensarchen, die außerhalb des imperialen Machtbereiches operieren und im Verborgenen bleiben. Die Raumfahrerkaste auf den Generationenschiffen werden zu ekridischen Stammhaltern und Familiengründern. Viele genetische Ausprägungen des insektoiden Volkes gehen in dieser Zeit verloren.

Die Generationenschiffe, welche die Eridani nach Tao Eridianus jenseits der Synklinale gebracht haben, erreichen nach Jahrhunderte dauerndem Flug ihr Ziel. Die KES wird gegründet. Später kommt es zum ersten Kontakt des galaktischen Imperiums zur KES. Und man räumt von Seiten des Imperiums den Eridani das Recht ein, im sogenannten Konkordatsgebiet gewisse autonome Strukturen zu etablieren.

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Epoche des ersten Imperiums von 3.000 bis 3.200 n.Chr.

In dieser Periode erreicht das terranische Imperium den Zenit seiner Machtfülle. Technologie und Wissenschaft erleben eine Blüte. Gegen Ende dieser Periode besitzt das astronomische Imperium einen Durchmesser von etwa 15-20.000 Lichtjahren und beinhaltet über 2.000 registrierte Systeme. Das soziologische Imperium umfasst drei Spezies der Herrscherkaste (Menschen, Mzajach und Shing) und etwa 20 Sklavenvölker. Der durchschnittliche TL wird auf 14, in Spitzenbereichen auf 16 taxiert.

Leider wird es versäumt, eine Integration verschiedener Fremdkulturen in die imperiale Gesellschaft vorzunehmen bzw. eine stabilere sozioökonomische Struktur zu entwickeln und zu etablieren. Es bleibt bei der Gesellschaft einer autokratischen Militärdiktatur. Der Einfluss der Elementaren geht in dieser Epoche jedoch deutlich zurück - umso mehr, je weiter die Provinz von Terra entfernt liegt.

Die Reste des Volkes der Ekriden leben immer noch auf den treibenden Lebensarchen.

Da die Liga nicht mehr existiert und das terranische Imperium an weit außerhalb liegenden Systemen kein Interesse hat, fallen die letzten Ligawelten im Lauf der Epoche leer oder werden in seltenen Fällen zu Drehscheiben des galaktischen Handels.

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Spätimperiale Epoche von 3.200 bis 3.300 n.Chr.

In der spätimperialen Epoche kommt es zu wachsenden Spannungen zwischen den Kernsektoren des Imperiums und seinen Provinzen. Der Hochadel, der seine Leute in Wirtschaft, Militär und Politik plaziert hat, nutzt zunehmend aggressiver seinen Einfluss, um das Kaiserhaus zu unterminieren - meist mit dem Ziel, selbst den Kaiser zu stellen. Es kommt zu kleineren Unruhen und Konflikten, die im Laufe von zwei Dekaden zu Aufständen und ausgewachsenen Rebellionen führen.

Die alte Militärdiktatur trägt deutlich sichtbare Zeichen des Verfalls in sich. Titel und Ränge werden erblich, die Verwaltung zerfällt und Forschung und Wissenschaft konzentrieren sich mehr auf den Erhalt des Wissens als der Ergründung neuer Materie. Der Gewalteskalation auf der Seite von Rebellen und Aufständischen, ja sogar von Demonstranten steht eine mindestens ebenso große Gewaltbereitschaft des Imperiums gegenüber. Die durchschnittliche Amtszeit eines Imperators beträgt aufgrund von Revolten und Attentaten nur noch 3 Jahre.

In die spätimperiale Epoche fallen auch einige der bedeutenden Kontakte, die das erste Imperium mit anderen galaktischen Völkern aufbaute. Teilweise bestehen diese Völker heute noch in unveränderter Form.

In der Endphase der spätimperialen Epoche kommt es zudem zum Erstkontakt des terranischen Imperiums zur ornitrophischen Theokratie, welche bei Ski Toh/Squisischer Sektor im Raumgebiet zwischen Saminer-Verwerfung und Opiuchi-Wolke am Rand der Kernsektoren entdeckt werden.

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Zweites Interregnum von 3.300 bis 3.800 n.Chr.

Das zweite Interregnum beginnt mit dem Sturm der ornitrophischen Theokratie auf die Kernsektoren des Imperiums. Als Gegenmaßnahme veranlasst der Imperator den größten Teil der Marine die Randzonen und Provinzen zu verlassen und sich in die Kernsektoren zu begeben. Dort werden die Ornitrophen geschlagen.

Indes sieht sich der Imperator einer Allianz seiner führenden Provinzialhäuser gegenüber, welche den Abzug der Marine aus ihren Gebieten ausnutzen, und mit der Auflösungsdeklaration des Imperiums Fakten schaffen wollen. Der letzte Kaiser des terranischen Imperiums Charles Oderon I., noch ein Knabe, entschließt sich zum Kampf gegen seine Gegner und leitet damit die imperialen Bürgerkriege ein.

Nach fünfzig Jahren Bürgerkrieg, in denen das ganze Kaleidoskop der Vernichtungsmaschinerie ausprobiert worden ist, kommt es zum Zusammenbruch von Raumfahrt und Industrie durch die Verbreitung eines künstlichen Virus’, welches Supraleiter und die Grundstrukturen elektronischer Bauteile zerstört. Dadurch finden sich innerhalb kürzester Zeit selbst auf ehemaligen Hauptwelten wie Terra, Sjiost oder Kriven nur noch ausgebrannte Städte und Trümmer. Viele Welten sterben an den Folgen des Bürgerkrieges - vor allem die künstlichen Welten, Habitate und Raumbasen.

Die Systeme, die über eine noch stabile Ökosphäre verfügen fallen durch den Verlust von Computern und elektronischen Aufzeichnungen auf einen präindustriellen Status zurück. Doch es gibt Ausnahmen.

Die KES schottet sich bereits zu Beginn der Bürgerkriege ab und kann sich so dem Bürgerkrieg nahezu vollständig entziehen. Die imperialen Provinzen Laisso und Shanti kaufen eine Technologie, die sie gegen das Virus immunisiert. Hier pflanzt sich der Bürgerkrieg noch etwa 200 Standardjahre weiter fort und erlebt sogar kurzlebige Phasen der Eroberung und des Friedens, ehe auch hier die industriellen Standards soweit zerstört sind, dass der Krieg eingestellt werden muss. Immerhin bleibt ein kleiner Teil der imperialen Marine und etliche Schiffe ziviler Natur zum Ende des Krieges übrig. Aus diesen Provinzen wird später das Sonnenkaiserreich hervorgehen, dessen Regierende behaupten, die legitimen Nachfolger des terranischen Imperiums zu sein.

Die dritte Ausnahme bildet Gorn und das dortige Kollektiv. Dieses errichtet um das gesamte System die so genannte „Barriere des Schweigens“, welche das System für Suchende unauffindbar machte. Diese wird 11 Jahrhunderte Bestand haben und bis weit in die Neuzeit ragen.

Das Ende des zweiten Interregnums wird durch den Wiedereintritt der überlebenden ekridischen Generationenschiffe in das Gebiet der ehemaligen Kernsektoren eingeleitet. Sie verlassen den Leerraum zwischen den Sternen, in den sie über Jahrhunderte exiliert worden waren, nachdem sie durch Berichte, Beobachtungen und Späher vom Ende des terranischen Imperiums und seiner Kultur erfahren haben. Sie begeben sich als erstes nach Kazak!, ihrer Heimatwelt, die jedoch vollständig zerstört ist.

Trotz der beschränkten Möglichkeiten, den die Lebensarchen für einen Wiederaufbau ganzer Welten bieten, sind die Ekriden - abgesehen von der KES - die am weitesten entwickelte Zivilisation ihrer Zeit.

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Frühe KES Phase
von 3.300 bis 3.500 n.Chr.

Während um sie herum der Bürgerkrieg tobt und unzählige Systeme verbrennen, konzentriert sich die KES vollkommen auf den Schutz ihrer Grenzen und die Vermeidung jeglichen Außenkontaktes. Mehrere erfolgreiche Schlachten werden um das Konkordatsgebiet geschlagen. Das Virus und seine Auswirkungen können erfolgreich bekämpft werden.

Weit schwieriger erweist es sich, die heftigen sozialen und wirtschaftlichen Umbrüche zu mildern, die durch die Abtrennung der KES vom Corpus des ehemaligen Imperiums entstanden sind und nach dem Niedergang der Raumfahrt, eine autarke Struktur zu erschaffen. Dieser Prozess nimmt annähernd 10 Jahrzehnte in Anspruch.

Gegen Ende der ersten KES Phase ist dieses Ziel erreicht, während mit wenigen Ausnahmen im gesamten ehemaligen Imperiumsgebiet und großen Teilen seiner Peripherie die Zivilisation zusammengebrochen ist.

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Phase der galaktischen Reife von 3.500 bis 3.800 n.Chr.

Die zweite KES Phase ist geprägt von ausgedehnten Flügen ihrer Raumfahrzeuge durch die Ruinen des Imperiums. Später werden die Reisen weitläufiger und gehen in den Perseus- und den äußeren Arm sowie den Scutum Crux-Arm und den Norma-Arm. Die Flüge haben unterschiedliche Ziele, z.B. die Sammlung von Wissen über Nachfolgerkulturen des Imperiums aber auch der Kontakt zu anderen Zivillisationen, deren Philosophien und Visionen. In dieser Zeit wird erstmals zu Völkern wie den Niori, den Horthoss und den Hondona eine Verbindung hergestellt.

Gegen Ende der Phase erwächst aus diesen Kontakten ein regelmäßiger Verkehr, der letztlich die Anerkennung der KES durch den Kreis der übrigen Kulturen mit galaktischem Status bedeutet. Als Folge davon löst sich die KES aus den geschichtlichen Verwicklungen der imperialen Nachfolgerstaaten und schlägt fortan einen eigenen Weg mit wenig Interaktion zu den unmittelbaren Nachbarn ein.

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DAS DRITTE ZEITALTER


Frühmzajische Epoche von 3.800 bis 4.000 n.Chr.

Diese Epoche ist durch den Aufstieg dreier Zivilisation geprägt, deren Wiederaufbau- und Restaurationsversuche nach dem Interregnum erste Früchte tragen. Es sind die hauptsächlich von Mzajach bewohnten Systeme Sjiost und Kriven sowie die einstigen terranischen Provinzen Laisso und Shanti, die sich nun das "Sonnenkaiserreich" nennen. Während man auf Sjiost und Kriven hauptsächlich durch die Dechiffrierung alter Schriftarchive zu rudimentärer Raumfahrt zurückgelangt, hat man im Sonnenkaiserreich zu einer industriellen Basis zurückgefunden, die z.B. eine Benutzung der alten Raumschiffe oder auch automatischer Fabriken wieder möglich macht. Diese Zivilisationen sind die wichtigsten Nachfolgerstaaten des terranischen Imperiums.

Vor allem die Kaiserlichen entsenden Expeditionen in die ehemaligen Kernsektoren des erloschenen Imperiums. Dabei stoßen sie schon nach wenigen Jahrzehnten auf die Sjioster Mzajach, die gerade dabei sind, ihr eigenes Sonnensystem wieder zu erkunden. Die Gespräche sind aber eher unterkühlt, da sich auf Sjiost während des zweiten Interregnums ein erfolgreiches Völkergemisch etabliert hat - eine Gesellschaftsform, die in starkem Widerspruch zu den Vorstellungen der Kaiserlichen steht, die immer noch an uralten terranischen Lehren festhalten.

Kurz nach dem Erstkontakt mit den Kaiserlichen entdeckt man auf Sjiost die Hypersprungtechnologie wieder. Auch hier werden sofort Expeditionen entsandt, um den Stand der Dinge im ehemaligen Imperium erkunden sollen, von dem man mittlerweile nur noch aus Archiven und Legenden weiß.

So entdeckt man in etlichen Systemen im Umkreis von etwa 2.500 Lichtjahren manche überlebende Zivilisation des Imperiums auf den unterschiedlichsten Kultur- und Technologiestufen. Etlichen Systemen mit starken industriellen Ressourcen werden Hypersprungtechnologie und Raumfahrttechnik verkauft, um eine spätere Allianz zu ermöglichen. Bald stösst man auch auf Kriveniten, die eine sehr ähnliche Entwicklung wie die Sjioster genommen haben. Hier sind die Beziehungen aufgrund ähnlicher kultureller Werte und Grundsätze deutlich freundlicher, als zu den Kaiserlichen.

Das System Kazak! gerät aufgrund seiner jahrhundertelangen Unbewohntheit nicht ins Interesse der Mzajach, und so bleiben ihnen die Aktivitäten dort verborgen. Auch die KES bleibt unentdeckt, und die Eridani sind bemüht, diesen Zustand nicht zu verändern.

Auf Kazak! werden während dieser Epoche der Planet selbst und seine Städte rekonstruiert. Aufgrund der ungeheuren Anstrengungen, welcher ein derartiger Prozess erfordert, werden etliche Generationenschiffe aufgegeben. Die in die Milliarden gehenden Bewohner der Archen werden auf Kazak! angesiedelt. Im Laufe der Epoche treffen immer mehr dieser ungeheueren Schiffe ein, so dass kein Mangel an Arbeitskräften und technischer Ausrüstung besteht und im Gegenteil schon bald weitere Systeme zur Ansiedlung gesucht werden.

Vielfach sind jedoch die alten zur ekridischen Sphäre gehörenden Welten zerstört oder von anderen Völkern wie Menschen und Mzajach besiedelt. Diese werden gemieden, jedoch beobachtet. Die neuen Kolonien werden in kernwärtiger Richtung gegründet - es sind heutigen lokalen Gruppen Sacandus, Chorus und Callhadis.

Die Ekriden gelangen schon in den ersten Dekaden zu der Erkenntnis, dass es neben vielen ins Mittelalter zurückgefallenen auch raumfahrende Zivilisationen im Bereich des ehemaligen Imperiums gibt. Während der Kontakt zu den mzajischen Zivilisationen aus historischen Gründen völlig unterbleibt, entsteht am Ende der Epoche zur Seite der KES über den Weg eines galaktischen Handelskontaktes ein regelmäßiger Austausch ohne offiziellen Charakter. Zu mehr sind die Eridani nicht bereit.

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Epoche der mzajischen Dissonanz von 4.000 bis 4.380 n.Chr.

Die Epoche wird durch den Kontakt der Zivilisation von Sjiost mit einem Raumfahrzeug der Ekriden eingeleitet. Wesentliches Kennzeichen dieser Epoche ist ein annähernd 300jährige Konfliktperiode, an dessen Ende das Vorspiel zum heutigen Imperium steht.

Der Konflikt hat etliche Ursachen - zu Beginn ist es ein Kräftemessen um die Vormachtstellung in der alten imperialen Sphäre zwischen Kazak! und Sjiost auf der einen Seite und dem Sonnenkaiserreich auf der anderen Seite. Später geht es um die grundsätzliche Auseinandersetzung um die Schöpfung und Verbreitung von intelligenten Klonen, künstlichen Lebensformen und biogenetischen Kunstlebewesen.

Während der gesamten Epoche werden große Anstrengungen von allen Seiten unternommen, weitere Nachfolgezivilisationen aus dem terranischen Imperium aufzuspüren. Gefunden werden mal mehr, mal weniger erfolgreiche Kulturengemische aus Terranern, Mzajach, Squiesern und anderen Völkern. Wo es die Situation zulässt, werde diese in einen Aufbauprozess technologischer und gelegentlich auch soziologischer Natur einbezogen.

Dabei bieten vor allem die gigantischen ekridischen Generationenschiffe die Möglichkeit, schnell und wirkungsvoll Hilfe zu leisten. Auf diese Weise erreichen die gemeinsamen Kräfte von Sjiost und Kazak! auf vielen Welten in wenigen Jahrzehnten eine solide Vertrauensbasis.

In diese Epoche fällt auch der Erstkontakt von Sjiost mit der KES noch vor der Gründung der ONA.

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Expansionsphase des Sonnenkaiserreichs von 4.000 bis 4.112 n.Chr.

Die Phase beginnt damit, dass bekannt wird, dass es noch Ekriden in großer Zahl gibt - eine Sensation, die sich sehr schnell auf den Raumstraßen verbreitet und mit Verzögerung weniger Jahre alle wesentlichen Systeme dieser Zeit erreicht: Sjiost, Kriven, das Sonnenkaiserreich und eine mittlerweile auf über 40 Systeme angewachsene Gemeinschaft aus unabhänigenen Welten, hauptsächlich im mzajischen und terranischen Sektor.

Im Laufe von zwei Dekaden kristallisieren sich die Positionen heraus: auf Sjiost und später auch auf Kriven kommt man zu der Einschätzung, dass Diplomatie und Koexistenz - möglicherweise sogar eine Allianz mit den Ekriden die beste Lösung von allen Optionen sei. Im Gegensatz dazu steht das Sonnenkaiserreich, welches die Ekriden sofort zu einer großen Bedrohung heraufstilisiert und deren Vernichtung fordert. Im Kaiserreich werden Prämien für ekridische Körper ausgesetzt, von Ekriden wird nur als den "Abscheulichen" geredet. So setzt das Kaiserreich die Politik des terranischen Imperiums nahezu nahtlos fort.

Damit können sie sich bei den gesellschaftlich wesentlich weiter entwickelten Mzajach von Sjiost und Kriven nicht durchsetzen, worauf es zu einer weiteren Verschlechterung der ohnehin unterkühlten Beziehungen kommt. Schon kurz danach beginnt das Kaiserreich die Stärke vor allem der Sjioster und ihrer Einflussgebiete mit provozierten Zwischenfällen militärischer Artzu prüfen. Die Reibungen und Auseinandersetzungen steigern sich über weitere zwei Jahrzehnte kontinuierlich. In dieser Zeit beginnt das Sonnenkaiserreich aufzurüsten, um letztlich einen Schlag gegen die Ekriden und deren "Verbündete" zu führen.

Die Kaiserlichen verschätzen sich jedoch bei ihrer eigenen Wirtschaftsleistung. Als die Invasionsstreitkräfte gegen Sjiost bereit sind, liegt der größte Teil der Wirtschafts- und Infrastruktur des Sonnenkaiserreichs am Boden. Viele ihrer Planeten werden von Bürgeraufständen und Revolten heimgesucht.

Trotzdem bricht der lange vorhergesagte Krieg los (erster Orion-Sagittarius-Krieg) und verwüstet mehrere Welten der Sjioster Einflusssphäre. Eine wichtige Rolle spielen dabei ehemalige Marineschiffe aus dem vergangenen Imperium, denen weder die Sjioster noch die Kriveniten etwas entgegen zu setzen haben. Viele Planeten werden aufgegeben und den Kaiserlichen überlassen. Ihre Gewalt ist dementsprechend verheerend. Kaiserliche Kriegsgewinnler pressen die eroberten Welten aus, viele Kreaturen wandern in die Sklaverei.

10 Dekaden nach Beginn der Epoche werden auf Sjiost und Kazak! aufgrund der mittlerweile eingespielten diplomatischen Kontakte und aufgrund einer drohenden endgültigen Niederlage gegen das Sonnenkaiserreich interstellare Verträge unterzeichnet, welche nicht nur Koexistenz festschreiben, sondern auch ein Bündnis gegen das Sonnenkaiserreich formulieren, mit denen man sich mttlerweile seit mehr als 40 Standardjahren im Krieg befindet. Die Allianz geht als ONA (Orion-Native-Alliance) in die Geschichte des Spiralarms ein.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt konzentrieren sich ekridische Generationenschiffe, von denen in der Zwischenzeit nur noch wenige Dutzend vorhanden sind, auf die Schaffung von militärisch-industriellen Kapazitäten, die weit genug vom eigentlichen Kriegsschauplatz entfernt sind und daher unbehelligt arbeiten können.

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Antigenphase / Spleisserphase von 4.112 bis 4.241 n.Chr.

Am Beginn der Phase steht eine deutliche Eskalation des Krieges zwischen Sonnenkaiserreich und der ONA. Während die ONA erstmals bereit für eine Gegenoffensive gegen die Kaiserlichen ist, entwickeln kaiserliche Kloner auf Laisso die Fähigkeit, massenhaft intelligente Klone herzustellen. Ihre Konditionierung ist billig und unkompliziert und lässt sich auf nahezu allen unterworfenen (wie auch eigenen) Planeten umsetzen.

Die Technologie findet sehr schnell den Weg in die ONA und andere Systeme und wird dort von Mzajach und Terranern teilweise begeistert aufgegriffen. In vielen Systemen begreift man intelligente Klonsklaven und andere Kreaturen als einzige wirkungsvolle Waffe gegen die wütenden Kaiserlichen. Einzig die Ekriden machen sofort deutlich, dass man bei ihnen für eine derartige Politik kein Verständnis aufbringen wird. Sollten Klonsklaven eingesetzt werden, würde man sich aus der ONA zurückziehen. Dieses will Sjiost jedoch auf keinen Fall riskieren und schwenkt auf die Position der Ekriden ein. Die Verbindung wird später auch die AntiGen-Koalition genannt werden, der nach anfänglichem Zögern auch Kriven beitritt.

Die Ziele der AntiGen-Koalition spalten den mzajischen Teil der ONA, da einige dieser Systeme weiter auf ihre Freiheiten bestehen und unter der Führung von Hell/Ekridischer Sektor nun ihrerseits die ONA zu verlassen drohen.

Aus Furcht das weitentwickelte Hell-System zu verlieren, greift Sjiost zu einem Präventivschlag, um das System zur Einheit zu zwingen. Der Schlag ist militärisch erfolglos und politisch ein Desaster, denn nun lösen sich noch viel mehr Systeme aus der ONA - unter ihnen auch etliche, die gar keine Kloning- und Sklavenprogramme entwickeln wollten und nur aus Angst vor Protektion und Annexion handelten. Auch Kriven ist sehr stark irritiert, da zum mzajischen Hell traditionell sehr gute Verbindungen existierten. Hell avanciert zum wichtigsten Wortführer der Bioengineering-Befürworter, die thematisch künstliche Intelligenzen, Droiden und andere Formen künstlichen Lebens einschließen.

Im verbliebenen Einflussgebiet der ONA werden rigide Gesetze gegen Kloning und künstliche Intelligenzen erlassen und durchgesetzt. Millionen von künstlichen Lebensformen, hunderttausende von ihnen bewußtseins- und emfindunghsfähig, werden getötet oder interniert. Diese Entwicklung führt bei den hochentwickelten Konstrukten zu Fluchtverhalten, um zu überleben. In der Folge entstehen in allen Bereichen des Orion-Arms Flüchtlingswelten für Klonsklaven und künstliche Lebensformen. Auf diesen Welten gründet sich bald der psychotisch-besessene so genannte Spleisserkult, welcher künstliche Lebensformen als höchste Stufe allen Lebens interpretiert und grausam alle so genannten „Lebendgeborenen“ verfolgt und tötet.

Der Spleisserkult steigt im Laufe weniger Jahre zu einer selbst Systeme wie Sjiost, Kriven und andere Hauptwelten bedrohenden und drangsalierenden Piratenorganisation auf. Zusätzlich kommt es in dieser Zeit zu einem Zweckbündnis des Spleisserkultes mit den Kaiserlichen, die zwar keine freien Klone und Intelligenzen wünschen, jedoch zumindest ein temporärer Partner gegen einen gemeinsamen Feind sind. Als Summe laufen damit mittlerweile drei Bedrohungsfronten gegen die ONA auf: die Kaiserlichen, die Opposition unter der Führung von Hell und der Spleisserkult.

In der letzten Dekade der Phase kommt es zur Entdeckung der Ssor Nnontes im Kuromaki-Haufen/Terranischer Sektor. Der Kontakt zu der unvorstellbar weit entwickelten Zivilisation beeindruckt nahezu alle Systeme des bekannten Weltraums. Nur ein Jahr nach ihrer Entdeckung greifen die Ssorr Nnontes in die Kampfhandlungen gegen das Sonnenkaiserreich, insbesondere aber gegen den Spleisserkult ein. Niemand hatte sie gerufen, geschweige, dass sie sich angekündigt hätten. Ihr Ziel sind die Brutreaktoren der Klonfarmen und die erforderliche Infrastruktur und Technologie. Obwohl angeblich nur ein einziges ihrer Raumfahrzeuge beteiligt ist, ist der Spleisserkult in nur wenigen Wochen vollständig zerschlagen und ausgelöscht, die kaiserlichen Streitkräfte verlieren ihre gesamte Klonarmee in den eroberten Gebieten sowie die meisten ihrer terranischen Marineschiffe. Auch die oppositionellen Kräfte um das Hell-System erleiden Schaden - einige Systeme werden sogar aufgegeben.

Aus ungeklärten Gründen ziehen sich die Ssor Nnontes unmittelbar darauf wieder in den Kuromaki-Haufen zurück, jedoch nicht, ohne nahezu alle über sie gesammelten Daten aufzuspüren und zu vernichten. Übrig bleiben nur gedruckte Werke, die nicht elektronisch erreichbar sind. Die unmittelbaren Versuche der ONA, mit den Ssor Nnontes Kontakt aufzunehmen bleiben ebenso stecken, wie spätere diplomatische Missionen.

Kontakte zu den Ssor Nnontes wird es im Laufe der nächsten Jahrhunderte immer wieder geben, jedoch immer nur auf Händler- oder Scoutebene – niemals offiziell. Dies soll erst wieder in der Phase des Galacticums geschehen.

Sjiost und Kazak! sehen sich durch die Geschehnisse in ihrer Politik bestätigt und können einige der von der ONA abgefallenen Systeme zurückgewinnen.

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Kriven-Phase von 4.241 bis 4.380 n.Chr.

Nachdem die Bedrohung durch den Spleisserkult ausgeschaltet ist und die Sonnenkaiserlichen enorm geschwächt wurden, kann man sich auf Seite der ONA jetzt den übrigen Kriegszielen widmen.

Das tut man zunächst gegenüber den Kaiserlichen, welche nun den ONA-Streitkräften zahlenmäßig unterlegen sind. Trotzdem ziehen sich die Kämpfe hin. Die Verluste an Zivilisten, Soldaten und Material sind grauenvoll, da die Kaiserlichen alles verwüsten, was sie verlassen müssen.

Schließlich sind die Kaiserlichen vernichtet. Über 160 Jahre Krieg gegen Laisso gehen damit zu Ende, einen Friedensvertrag gibt es jedoch nicht. An dieser Stelle endet nach gängiger Historikermeinung auch der erste Orion-Sagittarius-Krieg.

Am Ende des Krieges gegen das Kaisereich erwächst der Wunsch - insbesondere auf ekridischer Seite, auch die Feindseligkeiten mit der Opposition unter der Führung von Hell beizulegen. Die entsprechenden Botschaften werden jedoch mit dem Hinweis auf die unveränderte Position der Ekriden bezüglich Kloning zurückgesandt. Zu größeren Kampfhandlungen kommt es danach jedoch für längere Zeit nicht mehr.

Dies ändert sich erst mit dem fortschreitendem Machtzuwachs der krivenitischen Sphäre durch das Erblühen Dutzender Welten in den Tiefen des Sagittarius-Arms und darüber hinaus. In diesen Jahren überdenkt man auch die Position hinsichtlich Kloning und künstlicher Intelligenzen. Einige größere Provinzialfürstentümer beginnen Hell insgeheim zu unterstützen und so flackert der eingeschlafen geglaubte Konflikt plötzlich wieder auf.

Sjiost drängt nun darauf die Wiedereingliederung der von der ONA abgefallenen Systeme voranzutreiben und die Bedrohung durch Hell abzuwenden. Die Diplomatie Sjiosts ist erfolgreich und kann sich mit knapper Mehrheit im ONA-Senat durchsetzen. Auch Kazak! ist für eine starke Einheit zu gewinnen, welche ohne Zweifel irgendwann erneut gegen das Kaiserreich kämpfen müssen wird. Kriven verhält sich neutral aufgrund guter Verbindungen nach Hell.

Und so wendet sich die ONA in der letzten Phase dieser Epoche gegen die opponierenden Kräfte, die mittlerweile auf eine Anzahl von etwa 20 Systemen angewachsen sind. Primärziel ist dabei das System Hell, welches mehrfach angegriffen wird und schließlich kapitulieren muss. Teile der Bevölkerung gehen daraufhin in ein freiwilliges Exil auf

Kron / mzajischer Sektor und gründen dort das so genannte „Wahre Imperium“, damals weit weg von bewohnten Sphären der ONA.

Kriven protestiert gegen die Invasion Hells außergewöhnlich scharf, ist jedoch nicht bereit, sich deswegen auf eine militärische Auseinandersetzung mit der ONA einzulassen. Daher belässt Kriven es bei einem Ausscheiden aus der AntiGen-Koalition und der deutlichen Distanzierung von Sjiost und Kazak!. Krivens Interesse wendet sich dem Sagittarius- und den entfernteren Spiralarmen der Galaxis zu.

Auch die übrigen opponierenden Systeme müssen ihren Widerstand bald aufgeben. Die meisten der Systeme können jedoch ihre Unabhängigkeit wahren, indem sie die in der ONA entworfenen Resolutionen zum Kloning und künstlichen Lebensformen anerkennen und durchsetzen. Mit der Eroberung des letzten rebellischen Systems Shai Farn/Lokale Gruppe Media Pars im Jahr 4.380 n.Chr. endet diese letzte Kriegsphase.

Am Ende dieser Epoche existieren damit drei voneinander unabhängige interstellare Gemeinschaften – die ONA mit Kazak! und Sjiost, die krivenitische Sphäre und das Sonnenkaiserreich.

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Präimperiale Epoche von 4.380 bis 4.556 n.Chr.

Die präimperiale Epoche unterteilt man aus heutiger historischer Sicht in drei Phasen, nämlich in die Konsolidierungsphase, in die Phase der ekridischen Spaltung und in die Übergangsphase, an deren Ende das zweite Imperium steht.

In die präimperiale Epoche fallen neben den unten aufgeführten politischen und gesellschaftlichen Veränderungen bedeutende Ereignisse wie die Gründung des Konzerns MT, die erstmalige Entdeckung von Meastari-Artefakten und die Gründung von GN, dem ersten kommerziellen Hypershoutnetzwerk.

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Konsolidierungsphase von 4.380 bis 4.441 n.Chr.

Trotz seiner Niederlage im ersten Orion-Sagittarius-Krieg hat sich das Sonnenkaiserreich auf Laisso gegen den wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch behaupten können. Nicht jedoch, ohne die Gleichverteilung der Lebensbedingungen grundlegend zu verändern. So gibt es zu Beginn dieser Phase nur noch drei Zentren kaiserlicher Hochkultur, während die anderen Planeten eher ein provinzielles bis ohnmächtiges Dasein führen. Diese Tendenz setzt sich im Laufe der präimperialen Epoche fort. In den Zentren der Hochkultur ersinnt man eine Strategie für einen Rachefeldzug gegen die ONA. Und in kaiserlicher Tradition beginnt man erneut mit einer Hochrüstung, zu der die Einwohner des Sonnenkaiserreichs gezwungen werden.

Auf Kriven sitzt der Schock des letzten Krieges und zu welcher Reaktion die ONA fähig ist noch tief in den Köpfen der Adelskaste. Außerdem ist man sich bewusst, dass es Kräfte in der herrschenden Klasse gibt, die das Bioengineering und Kloning aktiv unterstützen oder tolerieren. Dieses betrifft vor allem Provinzialfürsten im Sagittarius-Arm, fernab von ekridischen Einflüssen. Dieses abwägend, entschließt man sich zu einer stillen Aufrüstung gegen die ONA, falls in der Zukunft irgendwann die Ekriden doch Interesse an gewissen Welten im Sagittarius-Arm entwickeln sollten. Das militärische Konzept sieht jedoch nur die Verteidigung und Verhinderung einer Invasion vor und beinhaltet nicht die Möglichkeit eines Expasionskrieges.

In der Sphäre der ONA sind vor allem die Ekriden mit ihren letzten Generationenschiffen äußerst aktiv und beschleunigen die Wiederbesiedelung ihrer alten Welten sehr stark. Die Dimensionen dieses ekridischen Programms sind wahrhaft riesig, vielleicht nur vergleichbar mit den Anstrengungen in der ekridischen Epoche vor 35.000 Jahren. Bisweilen setzen ekridische Lebensarchen dabei ganze Substaaten mit Milliarden Angehörigen auf den zuvor erschlossenen Planeten aus. Insgesamt werden in dieser Phase etwa 380 Planeten in der heutigen imperialen Sphäre erschlossen.

Das Verhältnis der ONA-Bündnispartner untereinander entwickelt sich sehr gut. Langsam kristallisiert sich eine Aufgabenspezialisierung der Völker in der ONA-Sphäre heraus, von der alle Parteien profitieren. Der Senat der ONA wandelt sich in dieser Zeit zu einer ständigen Einrichtung und bekommt etwa auf der Hälfte dieser Phase den Charakter einer suprastellaren Organisation mit Entscheidungskompetenzen.

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Phase der ekridischen Spaltung von 4.441 bis 4.520 n.Chr.

Die Phase der ekridischen Spaltung wird durch die Aufhebung der „Barriere des Schweigens“ auf Gorn eingeleitet. Erstmals seit über 1.000 Jahren befindet sich der Planet Gorn wieder im Bereich der Wahrnehmung anderer Spezies. Und so kommt es nur wenige Jahre später zum Kontakt eines Explorationsfahrzeugs der Ekriden, genauer eines Raumschiffes des Substaates Callhadis, mit den Shing auf Gorn. Die Shing sind freundlich und altruistisch und nehmen den Kontakt erfreut zur Kenntnis.

Callhadis trägt die Informationen nach Kazak!. Die Potenziale des Kollektivs flößen den höchsten ekridischen Würdenträgern großen Respekt ein, und man ist versucht, eine Politik der Isolation zu entwickeln. Die mzajischen Bündnispartner aus der ONA, die man bald darauf unterrichtet, sind jedoch geradezu begeistert. Funktionierende Psi-Quellen und die Aussicht auf Telepathen, die gegen die kaiserlichen Psioniker etwas ausrichten konnten, mit denen man im letzten Krieg erhebliche Schwierigkeiten gehabt hatte, schien für Sjiost das Glückslos schlechthin zu sein.

Gemeinsam beschließt man im Senat mit knapper Mehrheit das Angebot der Shing zu einer allgemein zugänglichen psionischen Ausbildung zur gesellschaftlichen Vervollkommnung anzunehmen, jedoch sollte diese zunächst nur einem ausgesuchten Personenkreis zugänglich gemacht werden. Bedeutsam an der Senatsentscheidung ist ebenfalls, dass die ekridische Seite erstmals nicht geschlossen spricht. Während der Substaat Callhadis die psionische Ausbildung unterstützt, ist sein Pendant, der Substaat Jassatis dagegen, wird jedoch überstimmt.

So kommt es zur erstmaligen begrenzten Ausbreitung der Psionik durch den Orion-Spiralarm durch die Gründung der Shon’Tar, Hochschulen der Psionik. Die sozialen Effekte dieser Entwicklung erweisen sich jedoch als bedeutsamer als gedacht. Denn geschürt durch Ängste vor einer Gedankenpolzei und dem Animus Superior und Berichte von einem fehlerhaften Kontrollsystem bei der Auswahl von Kandidaten, kommt es schon bald zu Demonstrationen und zivilen Gegenmaßnahmen gegenüber Psionikern. Das Klima der Antipsionik entwickelt sich über 4 Jahrzehnte weiter und führt auf manchen Welten zu Massenhysterie und Lynchjustiz.

Dann - nach vier Jahrzehnten - fällt die gesamte ekridische Führungsspitze einem Attentat des Sonnenkaiserreichs zum Opfer. Sowohl Zeitpunkt als auch Ziel ist sehr klug ausgewählt. Denn ohne zusammenhaltende Führung zerbricht der größte und älteste ekridische Staat dieses Zeitalters - Kazak!is - und spaltet sich in die vorherigen Substaaten Callhadis und Jassatis, die fortan beide als große Häuser gelten. Callhadis bildet danach die Substaaten Janus und Mantis aus, Jassatis formt die Substaaten Jayliniassad und Sacandus, welche beide in späteren Zeiten zu Megakonzernen avancieren werden.

Die beiden neuen großen Häuser vertreten ab diesem Zeitpunkt ganz offen gegensätzliche Standpunkte, was zu einer Neuorientierung der Koalitionen im ONA-Senat führt und diesen für längere Zeit lähmt. Zusätzlich beginnen die beiden ekridischen Staaten eine wirtschaftliche Entflechtung, was große Verschiebungen finanzieller Kräfte und Ressourcen zur Folge hat. Etliche Systeme – manche gerade erst seit einigen Jahrzehnten kolonisiert – fallen in eine schwere Wirtschaftskrise.

Die Lähmung des Senats, die Wirtschaftskrise und die Unruhen in diversen Systemen gegen die Verbreitung von Psionik sorgen nun dafür, dass auch die nicht-ekridischen Teile der ONA in die Krise hineingezogen werden. Dadurch wird die ekridische Spaltung zur Bedrohung für die gesamte ONA.

Eine weitere Entwicklung nimmt zu Beginn der Phase seinen Anfang - es ist die intensive Industrialisierung des Oleion-Supernovaüberrestes. Während zu Beginn noch Dutzende, ja Hunderte von kleinen Konzernen an der Ausbeute beteiligt waren, wandelt sich das Bild im Laufe von etwa 50 Jahren durch das massive Engagement des ekridischen Staates Callhadis. Dieser macht das System nach und nach zur Basis seiner industriellen Kapazitäten. Gegen Ende der Phase hat sich sogar ein neuer Name für das Oleion-System durchgesetzt - Callhadis Nabe.

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Übergangsphase von 4.520 bis 4.556 n.Chr.

Die Übergangsphase stellt eine relativ kurze Periode der präimperialen Epoche dar. Jedoch sind die relativ dicht aufeinanderfolgenden Ereignisse von entscheidender Bedeutung für die Struktur der heutigen interstellaren Politik.

Während sich die Situation zwischen den neuen ekridischen Häusern zuspitzt, steigt auch die Spannung hinsichtlich der Verbreitung von Psionik und führt zu ersten Gewaltausbrüchen. Der ONA Senat erweist sich in dieser Situation als ungeeignetes Instrument, da keine Einigung über ein gemeinsames Vorgehen erzielt werden kann. Als Senatskanzler Mikoszar versucht, die Handlungsfähigkeit des Senats mittels eines verfassungsrechtlichen Tricks zu erhalten, überspannt er den Bogen endgültig. Unter Protest löst sich der Senat auf, und ein Nachfolgegremium steht nicht zur Verfügung.

Ein halbes Jahr nach Auflösung des Senats (und des faktischen Zerfalls der ONA) entzünden sich die Spannungen zwischen den ekridischen Häusern. Erstmals in ihrer Geschichte schießen Ekriden auf Ekriden - es ist der Beginn des ersten innerekridischen Bürgerkrieges, der schnell die gesamte damalige ekridische Sphäre erfasst. Die Konfliktursache ist nicht nur Handels- und Ressourcenkonkurrenz, sondern auch und vor allem die Ausbreitung bzw. die Eindämmung psionischer Aktivitäten. Pogrome an der Shon'Tar werden bald auf vielen Welten gemeldet.

Ein Jahr nach Auflösung des Senats ergreifen die Eridani, von denen seit Jahrhunderten keine politische Initiative ausgegangen ist, das Wort. Mit ihrem sowohl von Ekriden als auch von Mazajach anerkannten Status als galaktische Kultur und ihren Jahrhunderte alten Erfahrungen in galaktischer Diplomatie, schaffen sie es, die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu holen. Ziel der Einladung ist die Bildung einer suprastellaren Vereinigung mit der Aufgabe der Friedenssicherung.

Um eine breite Basis zu gewährleisten, geben sich die Eridani die größte Mühe, möglichst alle Mächte zu beteiligen. Größte Einzelfraktionen sind die ekridischen Staaten Callhadis und Jassatis neben der Erbaristokratie der Mzajach von Sjiost und Kriven, mittlere Fraktionen sind die terranischen Bundeszirkel im Wirtschaftszentrum der Borealis- und Sirius-Gruppe sowie uralte Allianzen squiesischer Clans der lokalen Gruppen Esseluhn und Gemini. Die wichtigsten kleinen Fraktionen und Einzelsysteme sind das Shingkollektiv von Gorn, die Herdengesellschaft von Oromaar und die Exilmzajach von Kron. Das Sonnenkaiserreich bleibt der Kongregation fern, da hier der Standpunkt vertreten wird, ein Friede mit den Ekriden sei nicht wünschenswert. Die Ekriden sollen ihren Konflikt austragen und sich dabei nach Möglichkeit selbst auslöschen.

Die wichtigsten Themen der Kongregation sind die Folgen der Teilung des ekridischen Superstaats Kazak!is in Callhadis und Jassatis sowie die Rolle und das Gewicht der übrigen Machtblöcke. Weiterhin geht es um Art und Umfang der Verbreitung von Psionik sowie nicht zuletzt um die Verbreitung empfindungsfähiger Genkonstrukte. Man kann sich vorstellen, dass diese hohen Ziele nur unter größtmöglicher Kompromissbereitschaft aller Beteiligten zu verwirklichen sein würden. Parallel zu den zähen Verhandlungen, die sich über fast 3 Jahrzehnte hinziehen, geht der innerekridische Konflikt und der bürgerliche Aufstand gegen Psionik weiter. Straßenkämpfe, Pogrome und gelegentlich auch Aufstände sind Kennzeichen nahezu jeder Welt der damaligen Kernsektoren.

Die ersten Jahre der Kongregation gehen ohne wirklichen Erfolg ins Land. Kron scheidet ziemlich schnell aufgrund unüberbrückbarer Gegensätze hinsichtlich Bioengineering aus. Tragische Bewegung kommt in die Verhandlungen erst durch das so genannte Massaker von Onadus, bei dem das Haus Jassatis durch Callhadis bei der größten Orbitallandeaktion dieses Zeitalters nahezu ausgelöscht wird. Trotz Kapitulation von Jassatis werden durch die Callhadis-Soldaten alle direkten Angehörigen von Jassatis getötet. Die Zahl der Opfer geht in die Milliarden - Jassatis hört zu großen Teilen auf zu existieren.

Die Jassatis-Substaaten Jayliniassad und Sacandus steigen in der Folge zu großen Häusern auf, ihre Führung ist jedoch zu unerfahren, als dass sie ernsthaft mit Callhadis konkurrieren könnten. Die Verhandlungsposition in der Kongregation ist daher dementsprechend geschwächt.

Entscheidend für den Erfolg der Kongregation sind schließlich drei Faktoren: Erstens der tatsächliche Wille der Teilnehmer zur Bildung einer Sphäre gleicher Interessen, einer Wertegemeinschaft nach dem Vorbild der ONA, zweitens der Wille der meisten Parteien zur tatsächlichen Eindämmung der Psionik und drittens der Untergang des Hauses Jassatis, welches einiges an Gegensätzen auflöst. Als Ergebnisse stehen folgende Grundzüge fest:

  1. Es entsteht unter der Führung des Staates Callhadis ein interstellarer Verbund, welcher den größten Teil der damals bewohnten Welten umspannt. Für diese Führungsposition gibt der Staat Callhadis große Teile seiner ökonomischen Kraft auf und überträgt ihn an die Staaten Jayliniassad und Sacandus, deren Position als Megakonzern damit endgültig gefestigt ist. Der interstellare Verbund ist eine Wertegemeinschaft, seine Führung beschäftigt sich vorwiegend mit Außen- und Sicherheitspolitik. Die neuentstehende Struktur soll in Anlehnung an alte Spiralarmtraditionen „Imperium“ heißen, obwohl es sich dabei de facto um ein föderales System mit größtmöglichen Autarkierechten für die Mitgliedssysteme handelt.

  2. Die Frage nach Bioengineering wird differenziert geregelt. Bewußtseins- und empfindungsfähige Konstrukte, Klonformen und verschiedene genetische Manipulationen sowie künstliche Intelligenzen werden illegal - die früheren Tötungsprogramme der ONA werden jedoch ebenfalls verboten.
    Mit Rücksicht auf verschiedene eigene Fürstentümer tief im Sagittarius-Spiralarm scheidet Kriven aus einer möglichen Zugehörigkeit zum Imperium aus. Sie erreichen jedoch den Status einer dauerhaften Allianz.

  3. Die Frage der Ausbreitung und Verwendung der Psionik wird ebenfalls differenziert geregelt. Aufgrund der Erfahrungen, die mit psionischen Kräften und deren soziopsychologischen Wirkungen gemacht worden sind, wird Psionik illegal. Ausnahmen sind lediglich für Lizenzträger zugelassen, welche von der suprastellaren Regierung bestellt werden. Ein psionisches Komitee, ein Ausschuss des Staates Callhadis mit Unterstützung verschiedener Shing prüft jeden einzelnen Antragsteller und begleitet diesen lebenslang. Einzelsysteme besitzen nicht das Recht, Psioniker auszubilden. Der Gesamtumfang aller psionisch ausgebildeter Personen wird in der Verfassung festgeschrieben und kann nicht erhöht werden. Das Gorn-System wird für den interstellaren Verkehr gesperrt und zum imperialen Direktprotektorat erklärt.

Mit Abschluss der Kongregation und der Unterzeichnung der Gründungsverträge geht die Übergangsphase zu Ende. Die Eridani ziehen sich wieder zurück. Der Staat Callhadis wird zum Erben des ersten Imperiums und der ONA proklamiert, die höchsten ekridischen Würdenträger des Hauses Callhadis sowie einige wenige Mzajach und Terraner bilden den Rat der Bojaren unter dem Vorsitz der Zhari - das Äquivalent einer interstellaren Regierung. Callhadis Nabe wird zur Hauptwelt des Imperiums und ständiger Sitz der Zhari.

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Imperiale Epoche von 4.556 bis 4.884 n.Chr.

Obgleich die anderen Kalendarien (z.B. der Terraner) weiterlaufen, wird als Zeichen der Neugeburt einer interstellaren Zivilisation eine neue Zeitrechnung (Imperiale Zeitrechnung) eingeführt, welche bis heute bereits derartig gefestigt ist, dass sie vielerorts die alten Kalender verdrängt hat. Der neue Kalender beginnt mit dem Jahr Null, an dessen Beginn die Proklamation des zweiten Imperiums steht.

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Imperiale Expansionsphase
von 4.556 bis 4.691 n.Chr.
von 0 bis 135 NIZ

Der Beginn der ersten Expansionsphase ist von dem Willen des jungen Imperiums gekennzeichnet, Stabilität und Kontinuität zu demonstrieren. Dies tut man gemäß ekridischer Traditionen mit subtilen und langfristig operationalen Mitteln. Wirtschafts-und Wohlfahrtsprogramme laufen an und heben den Lebensstandard von Milliarden.

Im Sonnenkaiserreich hat man dagegen mit großer Begierde den beginnenden Konflikt zwischen den Ekridenstaaten gewartet, deren Ausrottung man nach wie vor verfolgt. Seit Dekaden hat man auch bereits aufgerüstet. Mit Unbehagen erkennt man nun, dass die Position der Ekriden nicht geschwächt, sondern deutlich gestärkt ist.

So kommt man auf Laisso nach acht Dekaden zu dem Entschluss, die eigentlich noch lange nicht abgeschlossenen Vorbereitungen für den Kreuzug gegen die Ekriden zu verkürzen und die Strategie zu wechseln. Die Strategie sieht nun vor, das Imperium trotz unterlegener Kräfte anzugreifen. Sabotage und von kaiserlichen Telepathen angezettelte Aufstände sollen Bürgerkriege auslösen und das junge Imperium schwächen. So soll der Entwicklungsabstand zwischen beiden interstellaren Staaten gehalten, idealerweise sogar verringert werden. Doch das Imperium fängt diese Information ab. So ist man auf Callhadis Nabe rechtzeitig in der Lage, einen geeigneten Gegenschlag zu organisieren und die kaiserliche Armada im Monopterus-Novagebiet bei Luone und Ordak zu stellen.

Aufgrund schlechter Organisation, Überraschung und unterlegener Technologie erleidet der kaiserliche Kreuzzug ein Fiasko und wird nahezu vollständig zerstört. Auch die letzten der alten terranischen Marineschiffe gehen hier verloren. Später kommt es aufgrund der sozialen Verschiebungen durch den Verlust der sonnenkaiserlichen Elite und ihrer Besatzungsarmee zu einem Bürgerkrieg, der das Sonnenkaiserreich in ein Konglomerat von Einzelsystemen und Minikönigtümern zerfallen lässt. Der Bürgerkrieg wird etliche Dekaden anhalten und das Kaiserreich fast in den Untergang führen. Für lange Zeit verschwinden die Kaiserlichen aus der Geschichtsschreibung.

In die Zeit der ersten Expansionsphase fällt ebenfalls die fortschreitende Entfremdung der krivenitischen Sphäre vom Imperium, obwohl mannigfaltige Verbindungen zwischen beiden Staaten bestehen und eine dauerhafte Allianz eingerichtet wurde. Sichtbar wird sie in der unterschiedlichen Auffassung über den Umgang mit dem Volk der Ornitrophen, die krivenitische Händler zwischen Saminer-Verwerfung und Bakura-Gezeitenriff entdecken. Während das Imperium nach Entsendung von Diplomaten aufgrund der deutlich abweichenden Gesellschaftsstruktur schnell auf Distanz geht, reagiert der Autarch von Kriven, der sich in den Ornitrophen einen Partner abseits des Imperiums erhofft, positiv und schließt ein Abkommen über Technologie- und Wissenstransfer.

Nur wenige Jahre nach diesem Abkommen werden in Systemen der Opiuchi-Wolke Überfälle ornitrophischer Schiffe registriert. Zwei Dekaden später kommt es zum ersten krivenitisch-imperialen Krieg, welcher von Ornitrophen herbeigeführt wird und Kriven mit in die Krise zieht. Dieser Krieg wird später wegen seiner sehr kurzen Dauer als der Sieben-Wochen-Krieg bezeichnet werden. Die kriven-ornitrophische Allianz verliert das militärische Abenteuer. Im Ergebnis geht der Einfluss Krivens auf die lokalen Gruppen Gemini und Esseluhn verloren. Auf Seiten von Kriven führt die Niederlage und der Verlust bedeutender Einflussgebiete zu innenpolitischen Spannungen und einer Abkühlung der Beziehung zwischen Kriven und Assurat. Die Beziehungen zum Imperium bleiben am Boden. Der Lord von Trorjälon leistet gar einen Blutschwur, den er sich und seinen Nachkommen auferlegt, Zenter Gemini zurückzugewinnen.

Das Ende der Phase kennzeichnet der Coup des uralten Squieserclans Diun Imar, welcher vor dem Hohegericht zu Callhadis Nabe die Herauslösung der GN Abteilung des Staates Callhadis erstreitet, da dieser wirtschaftlich nur noch bedingt aktiv sein darf. Diun Imar übernimmt nach Zahlungen astronomischen Ausmaßes die Monopolstellung im Hypershoutverkehr. Es ist die größte Finanztransaktion jener Zeit und zieht bedeutende Konsequenzen nach sich. Denn ausgelöst von Umverteilungen von Kapital und Ressourcen und dem damit verbundenen Sturz manch großer und etablierter Gesellschaft, kommt es zu einer schweren Wirtschaftkrise im Imperium.

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Depressionsphase
von 4.691 n.Chr. bis 4.840 n.Chr.
von 135 – 284 NIZ

Der Beginn der Depressionsphase des Imperiums wird im Allgemeinen auf die Besteigung des Lords von Trorjälon auf den Autarchenthron auf Kriven taxiert. Dieses führt in erster Linie dazu, dass sich aufgrund des Anspruchs des Lords von Trojälon auf Zenter Gemini die Beziehungen zwischen Kriven und Imperium weiter abkühlen.

Gleichzeitig verschärft sich die Wirtschaftskrise im Imperium, ausgelöst durch die Finanztransaktionen des Verkaufs von GN und richtet vor allem im squiesischen Sektor schweren Schaden an. Die jüngst angegliederten Systeme der lokalen Gruppe Esseluhn und Gemini trifft es dabei am härtesten.

Auf Kriven dagegen bewertet man die jüngste imperiale Entwicklung derart, dass der Niedergang der wirtschaftlichen Aktivitäten um Zenter Gemini dem nachlassenden Interesse des Imperiums zu verdanken ist, und das nun die Zeit für eine Rückeroberung der alten jälonschen Einflusssphäre gekommen sei. Der Autarch und Lord von Trorjälon wird in dieser Ansicht durch ornitrophische Diplomaten auf Kriven gestützt, gleichfalls wird militärische Hilfe angeboten.

Der zweite Orion-Sagittarius-Krieg beginnt mit einer genau auf die seit wenigen Jahren veränderten Kommunikationswege des Imperiums abgestimmten Überfall, welche das imperiale Frühwarnnetz weitgehend lahmlegt. In einem schnellen Vorstoß werden die imperialen Verteidigungskräfte um Zenter Geminis zerstört, das System erobert und befestigt. Eine kurzfristige Rückeroberung scheint ausgeschlossen. Leider hat der Autarch von Kriven die Rechnung ohne den Wirt - oder besser zwei Wirte gemacht.

Zum einen erweist sich das Imperium trotz seiner Wirtschaftskrise als stark genug, auch einen langen Zermürbungskrieg um Zenter Gemini durchzuhalten, der fast die ganze Zeit im gleichen Raumsegment toben wird. Zum anderen wechseln im Verlauf des Krieges die Ornitrophen mehrmals den Verbündeten und entfachen u.a. Rebellionen lokaler Fürstentümer gegen die Zentralmacht in Kriven, die sich letztlich als kriegsentscheidend erweisen werden.

Nach fast 30 Jahren Krieg erobert schließlich eine Allianz der rebellischen Fürstentümer das Zentralsystem und entmachtet den Autarchen. Später wird dieser exekutiert. Die erfolgreichen Putschisten beenden den Krieg mit dem Imperium und proklamieren die Mantell-Oligarchie. In einer neuen Verfassung wird ein starker Einfluss der Fürstenhäuser auf den Autarchen garantiert. Bis auf wenige unbedeutende Systeme am Rand des Sagittarius Armes ist der Konflikt damit zu Ende. Zenter Gemini verbleibt im Einflussbereich des Imperiums.

Die Militäraktion gegen Assurat wird noch weitere Jahre durchgeführt, da die Ornitrophen sich dem Frieden nicht anschließen. Hier endet der Krieg erst mit der annähernden Zerstörung der wichtigsten ornitrophischen Welt Assur. In einem abschließenden Friedensvertrag werden die künftigen Verhältnisse mit dem Imperium differenziert geregelt.

Während der Wirtschaftskrisenzeit, die mindestens 3/4 der gesamten Phase anhält, schwelt auf der anderen Seite der Orion-Sagittarius-Kultur ein weiterer Krisenherd. Hier bekämpfen sich seit ca. 140 Jahren die Reste des einstigen Sonnenkaiserreichs in Form von Dutzenden von Einzelsystemen. Diese Zeit wird später die Zeit der 1000 Königreiche genannt werden und bringt für viele Systeme die stärksten Repressalien ihrer neueren Geschichte mit sich.

Aus diesem Grund dringen nach und nach immer verzweifeltere Notsignale an das Imperium, und auch der Scoutdienst berichtet von grausamen Zuständen selbst auf Hauptwelten wie Laisso und Nanda Devi. Dies und die steigende Zahl von Überfällen marodierender Schiffe von Ex-Kaiserlichen oder auch einzelner Fürstentümer in den randwärtigen lokalen Gruppen, bewegt das Imperium zu einem begrenzten Eingreifen.

Es werden gut gerüstete Expeditionen entsandt, welche sich zwischen die Einzelkämpfe schieben, kriegswichtige Schlüsseltechnologien zerstören und gelegentlich auch besonders fanatische Regierungen komplett eliminieren. Die Expedition dauert etwa 4 Jahre, anschließend sind die meisten der Minikriege beendet. Es gelingt entgegen vieler Hoffnungen jedoch nicht, die seit vielen Jahrhunderten bestehende Kluft zwischen Kaiserlichen und Imperium zu überwinden. Ebenfalls gelingt es nicht, jene versprengten Ex-Kaiserlichen vollständig zu vernichten, die als Raumpiraten ihr Unwesen treiben. Aus diesen wird später die so genannte Spartalon-Vereinigung hervorgehen, die bis heute ihr Unwesen treibt.

Im letzten Drittel der Depressionsphase werden in der jungen Mantell-Oligarchie angeblich funktionsfähige Überreste eines Wurmgangnetzwerkes aus dem terranischen Kaiserreich entdeckt. Die Entdeckung gehört zu den bestgehüteten Geheimnissen der M.O. und wird vom Imperium und anderen Fraktionen erst über 60 Standardjahre später registriert.

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Phase der Thronirritation
von 4.840 bis 4.884 n.Chr.
von 284 – 328 NIZ

Die Phase der Thronirritation bildet nach Auffassung mancher Historiker den Ausklang der Depressionphase, steht sie doch in unmittelbarem Zusammenhang mit den wirtschaftlichen und politischen Umstrukturierungen der vorangegangenen zehn Dekaden. Der Beginn lässt sich nicht genau einschätzen, wird jedoch allgemein auf das Entstehen regelmäßiger Kontakte zwischen dem imperialen Substaat Mantis, dem Megakonzern MT und verschiedenen terranischen Systemen in der lokalen Gruppe Sirius / terranischer Sektor gelegt.

Dieses geschieht zunächst im Geheimen, hat jedoch bei MT von vornherein das Ziel, den Substaat in die Position eines großen Hauses zu befördern, welcher dann wiederum das wirtschaftliche Kräfteverhältnis zugunsten von MT verändern soll. Man überzeugt den Substaat mit genetischen Rechten und fördert ihn wenig später mit erheblichen Finanz- und Materialressourcen.

Mantis – wie auch MT – weiß, dass diese wirtschaftspolitische Verflechtung eigentlich einen imperialen Verfassungsbruch bedeutet. Als sich jedoch, gefördert durch Mittel von MT, auch mehrere wichtige Systeme, darunter Deneb und Sirius dieser Unterstützung anschließen, findet man schließlich Gefallen daran und beschreitet diesen Weg mit zunehmendem Elan.

Wenige Jahre später sind die Vorbereitungen dann abgeschlossen. Auf Callhadis Nabe kommt es während der alljährlichen Konsultationen zu einem Eklat, bei der die amtierende Zhari ihres Rangs enthoben und die Bojaren festgesetzt werden. Juristisch und verwaltungsspezifisch genau abgestimmte Noten und genetische Erbklauseln sorgen für eine Paralyse des Staates Callhadis und die Lähmung der exekutiven Organe wie Militär und Geheimdienst. Callhadis verwickelt sich, wie von Mantis beabsichtigt, in einen internen juristisch-genetischen Zwist.

Außer in wenigen Systemen, in denen konzerneigene Flotten MTs die callhadisch-imperialen Einheiten bekämpfen, geschehen praktisch keine Gefechte. Das ganze Imperium erstarrt im Putsch, doch das Leben auf der Straße geht unberührt weiter. Einzig die Börsen spielen für kurze Zeit verrückt.

Es dauert Monate bevor sich der erste ernsthafte Widerstand formiert hat. Insgesamt überdauert der Putsch eine Periode von insgesamt 15 Standardjahren, in der sich verschiedene Kräfte und Allianzen erst sammeln müssen. Als schließlich drei Protagonisten - Kaidros Ou Bajin, Oberhaupt des Squieserclans Ou Bajin zu Trevice, Croft vom Hoot – späterer Praetor des imperialen Militärs und Tengil von Timeon, späterer Außenminister von Callhadis Nabe die Befreiung des alten Kaiserhauses gelingt, bricht der Putsch endgültig zusammen. Die alte Verfassung wird wiederhergestellt und eine umfassende Reparation eingeleitet. MT wird zu einer Strafzahlung in der Größenordnung mehrerer Bruttosozialprodukte bedeutender System verurteilt und verliert einen großen Teil seines Einflussgebietes in den Kernsektoren.

Während der Phase der Thronirritation kommt es auch zu anderen bedeutenden Ereignissen außerhalb der politischen Wirren im Imperium. So kommt es schon zu Beginn der Phase zu einem Bürgerkrieg in Assurat, nahezu zeitgleich mit dem Putsch auf Callhadis Nabe. Er wird durch die Kapitulation des Assur-Systems im vorangegangenen Krieg und die damit verbundene Selbsttötung der obersten Priesterkaste der Ornitrophen ausgelöst und tobt über 40 Jahre mit schrecklichen Opfern.

Im Gebiet des ehemaligen Sonnenkaiserreichs hat sich die Lage nach dem erzwungenen Waffenstillstand beruhigt. Die Lokalmacht Laisso erlebt in vielerlei Hinsicht eine technische und soziale Renaissance. Das wichtigste Ereignis ist dabei zweifellos die Proklamationserklärung des neuen Sonnenkaiserreichs, in der erstmals von der Koexistenz des Kaiserreichs und des Imperiums die Rede ist, was faktisch die Anerkennung der ekridischen Art bedeutet.

Zwar bleibt das Imperium erklärter Erbfeind der Monarchie, jedoch hat dies, ähnlich früheren gleichlautenden Erklärungen, eher deklaratorischen denn politischen Charakter. Das neue Sonnenkaiserreich fokussiert seine Aufmerksamkeit auf die randwärtigen Bereiche der Orion-Sagittarius-Kultur. Zwar kommt es unter einzelnen Systemen des Kaiserreichs immer noch gelegentlich zu militärischen Aktionen gegen das Imperium und speziell gegen Ekriden - oft auch in Verbindung mit der Spartalon-Vereinigung - meist ist Laisso jedoch darüber vorher informiert und unterrichtet Callhadis Nabe entsprechend, damit der Schaden nicht allzu groß wird.

Das Ende der Phase und der Übergang zum galaktischen Epoche wird von der Invasion der ricrillschen Streitkräfte markiert, eine technisch wesentlich weiter entwickelte Kultur, die aus den Tiefen des Orion-Wirbels vor einer unbekannten Macht flüchten, welche ihre Heimatwelt verwüstet hat. Die Ricrill besetzen das System Incari San / squiesischer Sektor und schneiden diese von der Außenwelt ab. Der Widerstand des Imperiums ist nur kurz, da man den Ricrill nichts entgegen zu setzen hat. Das Ereignis sorgt in der gesamten Orion-Sagittarius-Kultur für große Unruhe.

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Galaktische Epoche
ab 4.884 n.Chr.
ab 328 NIZ

Dieses Jahr markiert die Gegenwart der imperialen Kultur. Welche Bedeutung die Ereignisse für die Zukunft besitzen, ist aufgrund der Aktualität der Geschehnisse noch nicht gesamthaft einzuschätzen. Daher werden die Ereignisse im folgenden Abschnitt unkommentiert wiedergegeben.

Gleich zu Beginn des Jahres kommt es zu einer Reihe von Kontakten zu anderen Kulturen mit galaktischen Status. Offensichtlich hat die Orion-Sagittarius-Kultur und insbesondere das Imperium eine Stufe der Entwicklung erreicht, die sie auch für andere Zivilisationen mit galaktischen Status interessant macht. Die nach allgemeiner Einschätzung bedeutendsten Kontakte sind dabei der wachsende Austausch des Imperiums mit den Ricrill auf Incari San und die Einrichtung einer Botschaft der Ssor Nnontes auf Callhadis Nabe.

Der Austausch mit den Ricrill – angeblich entsendet das Imperium derzeit eine Spezialexpedition auf die Heimatwelt der Ricrill, um deren Aussagen ihrer Flucht zu überprüfen – gipfelt in einem Friedenskonkordat, welches derzeit ausgehandelt wird. Glaubt man diplomatischen Kreisen, werden die Ricrill als Kultur in das Imperium eingegliedert werden. Es zeichnet sich bereits jetzt ein intensives Wetteifern nahezu aller Megakonzerne und verschiedener sektoraler Gesellschaften um die Gunst der Ricrill und ihrer technischen Archive ein. Der Wettbewerb führte bisher zu diversen Zwischenfällen und verstärkter Industriespionage in vielen lokalen Gruppen, deren Höhepunkt mit Sicherheit noch nicht erreicht ist. In welcher Art und Weise sich diese technologische Quelle auf das empfindliche Gleichgewicht der wirtschaftlichen und politischen Blöcke auswirken wird, kann derzeit noch nicht beantwortet werden.

Der zweite bedeutende Kontakt, zu den Ssor Nnontes, ist derzeit strategisch noch nicht einzuschätzen. Bisher wurde lediglich eine Botschaft eingerichtet, welche mindestens drei Ssor Nnontes bezogen haben. Ähnlich wie bei dem ersten Kontakt vor fast 6 1/2 Jahrhunderten halten sich die Auskünfte der Botschafter über ihre Motive und Absichten sehr stark in Grenzen und auch das imperiale Außenamt, zuständig für die Botschaftskontakte, hält sich mit Äußerungen sehr bedeckt. Über die Beweggründe der Ssor Nnontes kann daher derzeit nur spekuliert werden. Die meisten der Mutmaßungen gehen in die Richtung, dass die Ssor Nnontes das Imperium für würdig befunden haben, ein Objekt von besonderem Interesse zu sein, auch wenn unklar ist, warum jetzt und nicht schon früher. Allgemein hofft man jedoch, dass die Zeit des Schweigens der Ssor Nnontes bald vorüber sein könnte und sie ihre wahren Motive enthüllen. Was die Ssor Nnontes zu sagen haben werden, wird mit Sicherheit von allergrößtem Interesse sein, denn dieses Volk steht in etwa so weit über der imperialen Kultur, wie das Imperium über einer präraumfahrtlichen Feudalzivilisation stehen würde.

Zwei weitere Informationen geben derzeit eher Anlass zur Sorge. Zum einen ist da der Report imperialer Agenten aus dem Sonnenkaiserreich. Hier wird berichtet, dass ein kaiserlicher Scout mit seinem Raumfahrzeug vom Rand der galaktischen Scheibe zurückkehrte und eine Fülle von Daten mitbrachte, unter anderem Detailinformationen und Botschaftsgrüße der eigentümlichen aber hochgradig entwickelten Kultur der Sk’Roz aus den Nihal Major-Wolken. Derzeit bereitet man ebenfalls eine Expedition in das Gebiet vor, jedoch befürchtet man, der Nutzen für die Kaiserlichen könnte durch ihren zeitlichen Vorsprung sehr groß werden.

Die zweite Information ist der nach wie vor ungeklärte Zwischenfall im Orbit von Tauri Omicron / lokale Gruppe Tauris. Ein sehr starkes Schiff zerstört mehrere imperiale Einrichtungen und Schiffe und sendet eine Warnung an das Imperium, sich auf das Kommen des (unübersetzbar) vorzubereiten. Aufgrund von Informationen aus zweiter und dritter Hand hat sich mittlerweile herausgestellt, dass das Schiff zur sogenannten Venomentreppe gehört, ein aggressiver und hochentwickelter, interstellarer Staat mit galaktischem Status auf der anderen Seite der galaktischen Scheibe, ca. 70 – 80.000 Lichtjahre entfernt. Ob diese Warnung ernst zu nehmen ist, oder wie viele behaupten sogar eine Kriegserklärung sei, wird sich in den kommenden Monaten und Jahren herausstellen.

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Kampagnen

  • Logbuch Scutum Crux Weiten 2895 n.Chr.
  • Logbuch Scutum Crux Weiten Faltraum 2899 n.Chr.
  • Logbuch Kriven Orion 3301 n.Chr.
  • Logbuch Judges 3881 n.Chr.
  • Logbuch Media Pars 4028 n.Chr.
  • Logbuch Putsch in Malavien 4028 n.Chr.
  • Logbuch Im Sonnenkaiserreich 4030 n.Chr.
  • Logbuch Cesarian War 4032 n.Chr.
  • Logbuch Das Geheimnis von Sol 4036 n.Chr.
  • Logbuch Mission Großer Orion-Wirbel 4040 n.Chr.
  • Logbuch Florinia & Saark 321 NIZ
  • Logbuch Galaktisches Schachspiel 325 NIZ
  • Logbuch Sound of Hell 1 325 NIZ
  • Logbuch Foreven 328 NIZ (Stand 07.09.10)
  • Logbuch Sound of Hell 2 328 NIZ
  • Logbuch Randweiten 328 NIZ (Endstand)
  • Logbuch Meastarirose 328 NIZ
  • Logbuch Callhadis Nabe 328 NIZ (Endstand)
  • Logbuch In der Wildniss (Stand 31.10.10)
  • Logbuch Meastarirose 2 329 NIZ
  • Die Artefakte von Stratton (Endstand)
  • Logbuch Tor zur Galaxis 329 NIZ
  • Mission Goldener Ball, 329 NIZ (Endstand)
  • Interludum auf Foreven, 330 NIZ (Endstand)
  • Die Rückkehr der Liga, 330 NIZ (07.04.13)
  • Logbuch Venomen in der OSK 330 NIZ
  • Logbuch Entfaltung der Ssorr Nnontess 332 NIZ
  • Logbuch Untergang der Janus-Hegemonie
  • Logbuch Hondonisches Konzil 336 NIZ
  • Logbuch Reise in den Äußeren Arm 340 NIZ
  • Logbuch Reise nach Otho Paxi 342 NIZ
  • Logbuch Kriegsvorbereitungen gegen Venomen
  • Logbuch Invasion der Venomen 345 NIZ
  • Logbuch Pakt mit den "Alten Völker" 347 NIZ
  • Logbuch Reise in den äußeren Kiel 348 NIZ
  • Logbuch Angriff auf die Venomen 350 NIZ
  • Logbuch Befreiung der Awrahanti 354 NIZ
  • Logbuch Angriff auf die Venomensphäre 355 NIZ
  • Logbuch Hort der Seelen 356 NIZ
  • Reise nach Andromeda 360 NIZ (Endstand)
  • Logbuch Iridia, 440 NIZ (Stand 20.10.08)

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Der Meastari:

In seiner Weisheit geruhte der Meastari der Orion-Sagittarius-Kultur folgende Regeländerungen und -erweiterungen für spielwürdig zu halten ...

  • Nahkämpfer, die für einen Angriff erst vorrücken müssen, verlieren immer die Initiative

  • Anstelle eines Bonus von +20 für 'Assistenz' / unterstützte Manöver, kann jeder Assistent einen eigenen Wurf ausführen; der höchste Wurf wird auf den Ausführenden der Fertigkeit gezählt; Mehrfachassistenz möglich; nur für Aktionen, die mindestens eine Runde und länger dauern (kein Kampf, kein Netz)

  • Charaktere können einen ihrer Hauptfachbereiche fokussieren; sobald sie hier alle Fertigkeitsstufen der Theorie und wenigstens einen Ast der Praxistheorie voll ausgebaut haben, können sie bis zu 4 Fokuspunkte erlernen, die zur Theoriefertigkeit des jeweiligen Baumes hinzugezählt werden können: jeder Fokuspunkt kostet 48 EP und bringt einen Bonus von +5

  • Es besteht die Möglichkeit der Nutzung eines differenzierten Bonussystems für Assistenzen, Infrastruktur etc.

  • Feldpanzerungen, deren muskuläre Unterstützung ausfällt, entwickeln einen Malus von -40 auf alle Bewegungsmanöver (darunter fallen auch Fernkampfangriffe)

  • Initiativen können bewußt verzögert werden. Allerdings erhalten Aktionen, deren Initiative verzögert wurde, einen Malus von -20.

  • Chamäleonbeschichtung auf Feldpanzerungen tarnen nicht im elektronischen Bereich

  • Sollten sowohl Kampffertigkeiten (z.B. leichte oder schwere Infanteriewaffen) als auch panzerungsinterne Waffen vercybert sein, so kann EINE Handlung zwischen den Fertigkeiten pro Runde verschoben werden.

  • Psionische Handlungen (insb.Entitäten und Teleportationen) beanspruchen metaphysisch den gleichen Raum, wie ihn ihre Konstrukteure benötigen würden; d.h. es ist nicht möglich, sich auf einen Bierdeckel zu teleportieren oder eine Entität in eine Streichholzschachtel zu stecken.

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